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Wo Kater Ottfried Zuflucht findet

 

Saarbrücken.
Kater Ottfried darf mal kurz raus. Die Geschäftigkeit ringsum stört ihn nicht. Fleißige Hände bauen kleine Festzelte zusammen, spülen Tassen für den Glühwein. Festvorbereitungen, wohin das Auge blickt. Ottfried, dessen Tierheimkarte ihn als „freundlich, verschmust und verspielt“ ausweist, wendet seinen Charakterkopf in aller Ruhe dem schönen neuen Katzenhaus zu. Es hat 280 Quadratmeter Nutzfläche, bietet, verteilt auf zwei Stockwerke, 90 Katzen Platz. Es ist in den Hang gebaut, wegen des schwierigen Untergrundes auf Pfählen errichtet und kostete wegen dieser aufwändigen Arbeiten 700 000 Euro.

Diesen Bau hat Architekt Manfred Gorges für das Heim ersonnen. „Er hat dafür im Darmstädter Tierheim recherchiert, das als mustergültig gilt. Das Ergebnis begeistert uns, wie schon das Hundehaus, das Gorges für uns entworfen hat“, sagt Heimchefin Ingrid Weber. Selbstverständlich solle dieser Auftrag auch die heimische Wirtschaft fördern: „Wir haben dabei ausschließlich saarländische Baufirmen beschäftigt und sogar überwiegend einheimische Baustoffe eingesetzt“, sagt die Leiterin des Heims. Was dabei herauskam, das werden Ingrid Weber und das Heimteam aus Haupt- und Ehrenamtlichen heute ab 14 Uhr allen Freunden des Heims zeigen. Nicht nur das Katzenhaus, sondern alles, was in den vergangenen Jahren auf dem Heimgelände am Folsterweg entstand, ist heute beim großen Dankeschönfest zu bestaunen: das Hundehaus, das Wirtschaftsgebäude, das Außengehege für die Kleintiere. Ingrid Weber unterstreicht, dass an diesen Neuerungen kein Weg vorbeiführte.

„Wir betreiben mit fünf Hauptamtlichen, darunter eine Vollzeitkraft, und einem unverzichtbaren Team aus Ehrenamtlichen eines der größten Tierheime in Südwestdeutschland. Dafür müssen wir eine Vielzahl von Vorschriften einhalten – zum Schutz der Tiere und zur Sicherheit der Menschen, die sie betreuen. Das war in den Altbauten nicht mehr möglich. Die neuen Häuser haben wir nur aus privaten Zuwendungen bezahlt, seien es Vermächtnisse, Erbschaften oder Spenden. Darin steckt kein Cent öffentliches Geld.“ Deshalb sei das heutige Fest ein Dankeschön an die vielen Menschen im Regionalverband, die für das Heim gespendet haben. Und selbst diese Feier gäbe es ohne den Idealismus von Tierfreuden nicht, wie Weber betont: „Einige unserer Ehrenamtlichen haben sich sogar freigenommen, um heute zu helfen.“

Kater Ottfried zeigt inzwischen unmissverständlich, dass es ihn ins Warme zieht. Jetzt heißt's zurück zu den Artgenossen im neuen Katzenhaus. Zurück zum gefüllten Napf und zum Schlafplatz, wo Ottfried vom neuen Zuhause träumt. Frank Kohler  
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