L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Priorität: Dringend

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Wo Studenten der Saar-Uni ihre Zukunft sehen

Max  Depenbrock

Max Depenbrock

Informatiker sind auf dem Arbeitsmarkt begehrt. Und die Universität des Saarlandes ist aufgrund ihrer Informatik ein beliebtes Ziel für angehende Informatiker. „Wegen des Rufes“ der Fakultät hat es auch Max Depenbrock aus Kassel ins Saarland gezogen, um hier Computerlinguistik zu studieren. Einen noch weiteren Weg für das Studium in Saarbrücken hat Diana Salazar auf sich genommen, die den interdisziplinären Masterstudiengang „Educational Technology“ belegt. Für ihr berufliches Ziel sei der Studiengang, der in dieser Art an keiner anderen deutschen Universität angeboten werde, besonders attraktiv: Sie möchte nach ihrem Abschluss Apps zum Sprachenlernen für ihr Heimatland Ecuador entwickeln.

Salazar ist nicht die Einzige, die nach ihrem Abschluss das Saarland verlassen will – trotz der großen Nachfrage auch auf dem hiesigen IT-Arbeitsmarkt. Einen entscheidenden Grund, den Universitätsort nach der akademischen Ausbildung zu verlassen, nennt Florian Altmeyer: „Hier findet man natürlich genug Jobs, aber in anderen Städten verdient man eben wesentlich mehr.“ Das bestätigt auch eine Studie des Instituts für Arbeits- und Berufsforschung (IAB). Demnach können Absolventen der Informatik bei ihrer ersten Vollzeitbeschäftigung bundesweit mit einem Bruttojahresverdienst von 45 000 Euro rechnen. Im Saarland sind es 3 500 Euro weniger.

In den Geisteswissenschaften sind es weniger die finanziellen, als die praktischen Aussichten, die Studenten aus dem Saarland wegführen. Sarah Büttner, die Historisch Orientierte Kulturwissenschaften studiert, beklagt die wenigen Möglichkeit, vor Ort Erfahrungen zu sammeln. Besonders die Suche nach einem Arbeitsplatz im Saarland gestalte sich schwierig, sagt Philosophie-Studentin Stefanie Greco. Deshalb richtet sie den Blick über das regionale Angebot hinaus – obwohl sie lieber im Saarland bleiben würde.

Auch Studenten der Betriebswirtschaftslehre haben nur dann Chancen auf eine Übernahme bei einer renommierten Firma, wenn ihr Lebenslauf durch ausreichend berufliche Erfahrungen hervorsteche, glaubt Master-Studentin Vladislava Mihaylova. Dabei führt der Weg oft in deutsche Großstädte oder das Ausland, wie bei Svenja Schütz, die praktische Erfahrungen in München und Brüssel sammelte. Anders als bei Geisteswissenschaftlern ist der Einstieg in das Erwerbsleben laut einer Absolventenstudie der Saar-Uni bei saarländischen Betriebswirten aber deutlich einfacher. Vor allem große Unternehmen wie Siemens, Bosch oder die ZF Friedrichshafen AG böten gute Möglichkeiten.

Bei einem Lehramtsstudium kommt es der Studie zufolge sehr auf die Studienfächer an. Vor allem bei naturwissenschaftlichen Fächern wie Mathe, Physik oder Chemie seien die Zukunftsaussichten im Saarland positiv. „Bei gängigeren Kombinationen wie Germanistik und Geschichte kann man aber bis zu zwei Jahre auf einen Referendariatsplatz warten“, berichtet Stephan Urnau, der Englisch und Musik auf Lehramt studiert.

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