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Wo Studenten jetzt noch unterkommen: Viele stehen selbst nach dem Semesterstart auf der Straße

Ein Dach über dem Kopf ist längst nicht mehr selbstverständlich. Vor allem nicht für Studenten. Denn die müssen meistens mit wenig Geld auskommen, und Wohnraum ist teuer. Am Montag hat das Wintersemester angefangen. Wer noch keine Bleibe hat, bekommt auf der Internetseite des Studentenwerks Hilfe. Mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft hat die Saar-Uni das „Housing Office“, eine Wohnungsvermittlung, eingerichtet. Die Studenten registrieren sich in einer digitalen Datenbank. Einer der elf Betreuer, die für das „Housing Office“ arbeiten, nimmt Kontakt zu den Studenten auf und versucht, ihnen eine Wohnung oder ein Zimmer zu vermitteln. Das Angebot ist hauptsächlich für Studenten aus dem Ausland, aber auch jeder andere Student bekommt Hilfe. „Wir wollen, dass keiner mehr am Bahnhof übernachten muss wie voriges Jahr“, sagt Heike Savelkouls, Sprecherin des Studentenwerks Saarland. Beim „Housing Office“ können sich nicht nur suchende Studenten melden, sondern auch Leute, die Wohnraum anbieten. Die Betreuer schauen dann, wo ein Zimmer frei ist und stellen den Kontakt her. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wo die Studenten unterkommen können. Die acht Wohnheime des Studentenwerks sind nach Aussage von Savelkouls zu Semesterbeginn meistens ausgebucht. So auch dieses Jahr. Glück könne man bei privaten Eigentümern haben, die Nachmieter für ihre Wohnungen suchen. Außerdem im Angebot des Studentenwerks ist „Wohnen für Hilfe“. Dabei unterstützen die Hochschüler Senioren oder Familien mit Kindern im Alltag und können im Gegenzug für wenig Geld bei ihnen unterkommen. „Bei uns sind außerdem Gastfamilien registriert, die Studenten für kurze Zeit aufnehmen“, erklärt Savelkouls. Davon gebe es allerdings nicht viele. Bis jetzt habe das „Housing Office“ an zirka 250 Studenten eine Unterkunft vermittelt. Wie viele noch auf der Suche sind, konnte Heike Savelkouls nicht sagen. Die freien Zimmer und Wohnungen seien so schnell weg, dass es schwer sei, einen Überblick zu behalten. „Viele stehen bei uns noch auf der Warteliste, obwohl sie in der Zwischenzeit schon eine Unterkunft gefunden haben.“

Stadtsprecher Thomas Blug gibt Auskunft zu den Angeboten der Stadt: „Die Studenten können in den Einrichtungen der städtischen Immobiliengruppe Saarbrücken unterkommen. Im Carl-Duisberg-Haus auf dem Eschberg vermietet sie 81 möblierte Zimmer, in der Tilsiter Straße Zimmer in 17 Dreier-WGs und in Burbach Zimmer in zwei Dreier-WGs. Darüber hinaus können Studenten auch andere Wohnungen der Immobiliengruppe mieten.“

Besonders rasch brauchen einige ausländische Studenten eine Bleibe – jene, die jetzt erst die Aufenthaltsgenehmigung haben. „Sie sind neu hier und brauchen schnell ein Dach über dem Kopf“, sagt Savelkouls. Gerade jetzt, da der Stress bei der Wohnungssuche besonders groß sei. Aber ab November entspanne sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt – zumindest für Studenten.
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