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Wo der „König“ sein Fett wegkriegt

Saarbrücken. Auch wenn der saarländische Ministerpräsident Peter Müller in diesem Jahr nicht in die Bütt der Großen Saarbrücker Karnevalsgesellschaft „M'r sin nit so“ steigen wollte: Der Wahlkampf hat die saarländische Faasenacht mit voller Wucht erwischt. „Wer König vom Saarland werden will, muss den Leuten das Blaue vom Himmel versprechen“, erklärte ein glänzend aufgelegter Schorsch Seitz den versammelten Kandidaten im Auditorium, um dann frei nach Rio Reiser den Titel „König vom Saarland“ anzustimmen. 
 
Neben Müller saß sein sozialdemokratischer Widersacher Heiko Maas. Oskar Lafontaine fehlte, bekam aber trotzdem von den Comedy-Spezialisten sein Fett weg. Etwa von Alfred Backes, den Detlef Schönauer – alias Jacques Bistro – mit in die Saarlandhalle gebracht hatte: „Der Oskar hat heute wohl keine Lust, aber keine Sorge: Der kommt wieder.“ Als Ministerpräsident? Wohl kaum – zumindest, wenn man einem Witz von Schorsch Seitz Glauben schenkt: So soll „der Oskar“ Gott gefragt haben, wann er denn wieder saarländischer Ministerpräsident werde. Gottes Antwort: „Das ist mir doch egal, denn dann bin ich längst nicht mehr im Amt.“ Alfred Backes ärgerte sich über den Termin der Landtagswahl: „Da müssen wir einen Monat früher zur Wahl gehen, bloß damit der Müller mehr Stimmen bekommt.“ Ob es auch ein Wiedersehen mit den Liberalen im Landtag geben werde? „Sicher, die Fünf-Prozent-Hürde wurde ja abgeschafft“, witzelte Backes nicht ganz politisch korrekt in Richtung von FDP-Landeschef Christoph Hartmann. Weitere Prominente: Grünen-Landeschef Hubert Ulrich, Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und Rolf Linsler, Landeschef der Linkspartei. Dann war wieder Müller an der Reihe und dessen Verzicht, im Wahljahr in die Bütt zu steigen: „Warum soll man auch in die Bütt, wenn man sich in der ARD bundesweit zum Narren machen kann?“

Weitere Themen Schönauers: Bundeskanzlerin Angela Merkel als Ehren-Barbiepuppe: „Das wird die Abschreckpuppe der Nation.“ Und die Weltwirtschaftskrise: „Ich erkläre das so: Die Leute saufen zwar wie die Wutz, aber bezahlen nichts mehr.“ Prima kam auch der Fidelius Christoph Lesch an. Er erzählt singend die Geschichte von Hänsel und Gretel, indem er unter anderem in die Rollen von Jopi Heesters und Milva schlüpft. Mit dabei auch „De arme Deiwel“ Helmut Alf, Hausmeischda Willi Jost, Globetrotter Hugo Blaschab, Günther Tannrath und Helene Rauber als Jääb und Jolanda Jochnachel und die unverwüstliche Elfriede Grimmelwiedisch. Die ritt eine Nikotin-Attacke und protestierte frech gegen das Nichtraucherschutzgesetz – und zündete sich auf der Bühne eine Zigarette an – obwohl in der Saarlandhalle Rauchverbot gilt. Es tanzten die Garden der „M'r sin nit so“ und die Tanzgruppe der Tanzschule Bootz Ohlmann. Riesen-Applaus!

Die Prunksitzung „M'r sin nit so“ wird am Samstag, 21. Februar, ab 20.15 Uhr in SR-Fernsehen übertragen.

Von  Andreas Lang  
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