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Wochenende: Sparkassen stellen Software um - Kunden, deckt Euch mit Bargeld ein!

Die Saar-Sparkassen werden am Wochenende in eine neue Software-Welt katapultiert. Die Kunden sollten sich spätestens am Freitag mit Bargeld eindecken. Online-Banking ist ab Montag wieder möglich.

Von SZ-Redakteur Lothar Warscheid


Saarbrücken.
Für die saarländischen Sparkassen beginnt am späten Freitagnachmittag (17 Uhr) ein besonderes Wochenende. Sie werden in eine neue Welt der Informationstechnologie (IT) katapultiert. Am Sonntagvormittag soll die Sache abgeschlossen sein.

Die Sparkassen-Kunden sollten sich daher schon am Freitag mit Bargeld für das Wochenende eindecken. Denn die Automaten sind während des Wochenendes stundenweise abgeschaltet. „Nicht alle auf einen Schlag, sondern zeitversetzt“, erläutern Stefan Voßbrecher (Abteilungsleiter Betrieb beim Sparkassenverband Saar) und sein Kollege Christian Molitor (Verbands-Abteilungsleiter Markt).

Online-Banking am Wochenende nicht möglich


An jedem Geldautomaten, der kein Bares herausrückt, fänden die Kunden jeweils einen Hinweis, an welchem Automaten man Geld abheben kann. Das Online-Banking ist bei den Sparkassen am Wochenende nicht möglich. Voßbrecher und Molitor raten, erst ab Montagmorgen wieder Transaktionen zu tätigen. Wer Online-Banking betreibt, findet dann auch eine neue Benutzer-Oberfläche vor. Wer mit seiner Sparkassen-Karte bezahlen will, „sollte normalerweise keine Probleme haben“, sagt Molitor. In Einzelfällen will er dies allerdings nicht ausschließen.

Alle Sparkassen wechseln zum zentralen Rechenzentrum nach Frankfurt


Im Innenleben der Sparkassen selbst ändert sich auf der IT-Ebene alles. Sie „migrieren“ – so der Fachausdruck – in eine neue IT-Welt. Alle Konten und Bestände werden dann ab Montag von der neuen Plattform aus verwaltet. Auch die Software für die Berater wird entsprechend angepasst.

Nötig wurde dies, weil es in der Sparkassen-Welt nur einen einzigen IT-Dienstleister gibt, die Frankfurter Finanz-Informatik. Sie entstand aus der Fusion der Finanz-IT (Hannover) und der Sparkassen-Informatik (Frankfurt). Die Sparkassen in Nord- und Ostdeutschland sowie im Saarland waren an die Finanz-IT angeschlossen. Sie wechseln jetzt nach und nach zum neuen zentralen Rechenzentrum nach Frankfurt. In Thüringen und Niedersachsen ist die Migration bereits abgeschlossen. Am Wochenende sind die Institute im Saarland und die Sparkasse Hannover dran. Bis 2011 folgt der Rest.

Der Grund ist klar: Die IT-Pflege und Änderungen der Software müssen nur noch einmal bewerkstelligt werden. Allein dadurch sinken die IT-Kosten um rund 100 Millionen Euro pro Jahr. Außerdem sind die Server besser ausgelastet, was ebenfalls Kosten spart.







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