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Wohnungseinbrüche: Schwerpunkt-Aktionen in Quierschied und Friedrichsthal

Schon seit Tagen wird im sozialen Netzwerk Facebook gewarnt vor einer umtriebigen Teerkolonne aus dem englischsprachigen Raum, die angeblich gerade unsere Gegend durchstreift. Solche Leute bieten Hauseigentümern an, zum Spottpreis etwa Löcher in der Einfahrt auszubessern. Am Ende steht aber eine gewaltige Abzocke.

Da sich auch Polizisten in Facebook tummeln, waren sie über die aktuellen Beobachtungen von Bürgern bestens unterrichtet. Und so stoppte ein Zivilfahrzeug am gestrigen Vormittag in der Quierschieder Straße ,,Auf der Brach“ einen dunklen Volvo mit GB-Landeskennzeichen. Es entstiegen zwei Männer, die sich, auch im Beisein des Sulzbacher Inspektionsleiters Hans Peter Komp, einer gründlichen Überprüfung unterziehen mussten. Es stellte sich allerdings heraus, dass das Duo aus Großbritannien lediglich ein Auto in der Gemeinde kaufen wollte.

Eigentlich waren sie am gestrigen Donnerstag nicht auf Teerkolonnen-Fang, die insgesamt zehn Polizeikräfte der Inspektion, die sowohl an mehreren Örtlichkeiten in Quierschied als auch in Friedrichsthal vom Morgen bis zum frühen Abend Flagge zeigten. Vielmehr waren sie unterwegs in Sachen Wohnungseinbruch. Die landesweite Aktion richtete den Fokus auf verdächtige Personen und Fahrzeuge in Wohngebieten. Am Abend konnte Hans Peter Komp berichten, dass kein Einbrecher inflagranti erwischt worden sei. Aber: Andere Erkenntnisse durch die Überprüfung von Fahrzeugen und deren Insassen würden in der Landeshauptstadt längerfristig ausgewertet.

Dem Sicherheitsgefühl der Bürger ist es sicherlich nicht abträglich, wenn die Polizei sich vermehrt blicken lässt und klare Signale setzt. Die zahlreichen Wohnungseinbrüche , die die Leute stark verunsichern, sind auch das ganz große Sorgenkind der Saar-Polizei. Statistisch gesehen ereigneten sich 2014 an jedem Tag mehr als sechs Einbrüche. Die Gesamtzahl wird mit 2485 Delikten (einschließlich der Versuche) angegeben. Dies sind exakt 390 Fälle oder 18,6 Prozent mehr als 2013 (SZ vom 22. Januar). Und deshalb soll gehandelt werden. Hans Peter Komp erklärte auf SZ-Nachfrage, dass es das klassische Einbruchsobjekt nicht gebe. Es gebe sowohl den organisierten Einbruch, bei dem die Täter bestimmte Häuser ausspähen, aber auch Gelegenheitstäter, die eher wahllos Beute machen. Sehr ratsam sei jedoch auf alle Fälle, auf die Mithilfe der Nachbarschaft zu setzen, um Einbrüche und die Tragödien, die sie oft nach sich ziehen, zu verhindern. Denn vier Augen sehen bekanntlich mehr als zwei.

Die Polizei berät Hausbesitzer umfassend zum Thema Einbruchschutz. Erster Ansprechpartner in unserer Region ist die Inspektion Sulzbach, Telefon (0 68 97) 933-0. Hier gibt es auch jede Menge Info-Material.
 
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