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„Wohnwahn TV“: Kulturfernsehen aus Göttelborn

Der Saarbrücker Liedermacher Manuel Sattler betätigt sich neuerdings auch als Fernsehmacher. Sein »Wohnwahn TV« wird in Göttelborn produziert und bietet unterhaltsame Kulturberichterstattung.

Der Saarbrücker Liedermacher Manuel Sattler betätigt sich neuerdings auch als Fernsehmacher. Sein »Wohnwahn TV« wird in Göttelborn produziert und bietet unterhaltsame Kulturberichterstattung.

Saarbrücken/Göttelborn. Internet-Fernsehformate schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden. Und ähnlich wie im „richtigen“ Fernsehen gibt es auch im Worldwideweb vieles von zweifelhafter Güte. Aber eben auch Interessantes, Ungewöhnliches und Kurioses wie „Wohnwahn TV“, das Internet-Fernseh-Magazin des Saarbrücker Liedermachers Manuel Sattler.

Sich selbst nicht zu wichtig nehmen

Wer sich unter www.wohnwahn.tv eine der Sendungen ansieht, erkennt schon am Trailer, dass die Bezeichnung „privates Kulturmagazin“ mehr als nur ein klein wenig ironisch gemeint ist. Denn Sattler, der als Liedermacher unter anderem für seine Lachtränen provozierenden Texte bekannt ist, versteht es auch als Fernsehmoderator, sich selbst nicht zu wichtig und ergo auch nicht allzu ernst zu (be-)nehmen. In Klamauk allerdings artet die Berichterstattung von „Wohnwahn TV“ nicht aus. Denn die Sache, um die es Sattler und seinen rund 15 Mitstreitern geht, wird mit dem nötigen Respekt behandelt. „In Wohnwahn TV stellen wir junge Bands aus dem Saarland vor, die noch nicht so bekannt sind“, erklärt Sattler das Konzept. „Unsere Idee ist es, die alternative regionale Kultur in den Mittelpunkt zu stellen. Dabei ist es uns wichtig, Kultur nicht trocken rüberzubringen, sondern die Leute zu unterhalten und zum Lachen zu bringen.“

Gesprochen wird Saarbrücker Mundart

Aufgezeichnet werden die Interviews mit den geladenen Musikern in Göttelborn, wo der „Wohnwahn“, also der Wohnwagen, von Backgroundsängerin Carmen Kleer steht. Zu Gast waren hier unter anderem Axel Le Rouge aus Freising, „die Rockers von Desart“ aus dem Sulzbachtal und die Rockband Tuned aus Quierschied. Neben Interviews gibt es auch Reportagen von Festivals, etwa vom „Little Woodstock“ am Bostalsee oder dem Chilla Festival in Köllerbach.

Gesprochen wird im Wohnwahn Saarbrücker Mundart, die Manuel Sattler via Internet „e bissje in die Welt rintraan“ will.

Da die Macher von „Wohnwahn TV“ allesamt berufstätig sind, wird nur an den Wochenenden gedreht. Dann geht es im und vor dem Wohnwagen rund. Denn auch Zuschauer sind nach einer Anmeldung bei den Drehs willkommen.

Viel Technik

„Wenn die Leute die viele Technik sehen, fällt ihnen erst mal die Kinnlade runter“, erzählt Alexander Perkams, der für die technische Leitung zuständig ist. Den meisten sei gar nicht klar, mit wie viel Aufwand die Produktion einer Sendung verbunden ist. Olaf Franzl, zuständig für Regie und Schnitt, legt Wert darauf, dass auf „vernünftigem Niveau“ produziert wird. Mit von Freunden geliehenen Kameras habe er bei „Wohnwahn TV“ angefangen. Inzwischen hat er seine eigene Firma „Franzl Film“ gegründet.

Die erste Sendung lief bei „Wohnwahn TV“ 2009, inzwischen sind auf der Website sechs Beiträge zu finden. Und die „Einschaltquote“ kann sich trotz bisher eher spärlicher Werbung sehen lassen. Das lässt die Jungs optimistisch in die Zukunft blicken. „Wir haben uns beim Grimme-Online-Award beworben und standen auf der Nominierungsliste zwischen Tagesschau und Sportschau. Leider haben wir nicht gewonnen“, erzählt Sattler schmunzelnd. „Cool“ fänden er, Olaf Franzl und Alexander Perkams einen Sendeplatz im SR-Fernsehen.

Wer als Zuschauer dabei sein will, schickt eine E-Mail an: manne@wohnwahn.tv

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