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Wollte 43-Jähriger Frau von Balkon stoßen?

Ein 43 Jahre alter Mann aus Saarbrücken steht wegen versuchten Totschlags vor dem Landgericht in der Landeshauptstadt. Er soll im November vergangenen Jahres versucht haben, seine 63-jährige Ehefrau vom Balkon zu stürzen. Die Wohnung befindet sich im zweiten Obergeschoss eines Altbaus. Die Frau wäre etwa acht Meter tief gefallen.

Die Frau berichtete vor Gericht über die Alkoholsucht ihres Mannes und über regelmäßige Streitereien mit ihr, bei denen er handgreiflich geworden sein soll. Am Tattag hatte sie Nachtschicht und schlief am Nachmittag „auf Vorrat“. Er weckte sie und forderte sie auf, zum Essen zu kommen. Sie wollte jedoch weiterschlafen, aber er gab keine Ruhe. Unvermittelt habe er sie dann an den Armen gepackt und aufgefordert, sie solle zugeben, dass sie ihn nicht liebe. Als seine Großmutter kurz darauf anrief, soll er gesagt haben: „Ich werde die Hure heute umbringen.“ Die Frau flüchtete daraufhin auf den Balkon, um sich nach Hilfe umzusehen. Es sei jedoch niemand zu sehen gewesen, der hätte helfen können. Der Angeklagte habe sie dann an den Beinen gepackt und versucht, sie über die Brüstung zu stürzen. Ein erneuter Anruf der Großmutter hielt ihn von weiteren Versuchen ab. Die Frau konnte ins Treppenhaus flüchten. Von einem Nachbarn erbat sie Hilfe. Sie wurde auch in die Wohnung eingelassen, doch die Frau des Nachbarn wollte sie nicht länger beherbergen. Daraufhin bat die geflüchtete Frau darum, dass die Nachbarn wenigstens nachsehen sollten, ob ihr Mann noch da sei. Dies war nicht der Fall. Also floh die Frau zu einem anderen Bekannten, wo sie vor ihrem Mann in Sicherheit war.

Wenig später wurde der Ehemann festgenommen – mit 2,75 Promille Alkohol im Blut. Er verbringt seine Untersuchungshaft bereits in der psychiatrischen Klinik Merzig zum Entzug. Er sagt, der Aufenthalt bekomme ihm gut; aber an die Tat habe er keine Erinnerung. Am 3. Juli wird der Prozess fortgesetzt. jht
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