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Wonach Saarländer am häufigsten googeln

Als Google Deutschland in der vergangenen Woche diejenigen Suchbegriffe veröffentlichte, die 2015 bundesweit den größten Anstieg gegenüber dem Vorjahr aufwiesen, da wollte die SZ natürlich (neben den häufigsten Such-Fragen der Saarländer) auch wissen: Welche Suchbegriffe in Verbindung mit dem Wort „Saarland“ wiesen bundesweit den größten Zuwachs auf? Die Abteilung „ Google Trends“ mit Sitz in Hamburg hat uns nun geantwortet – und Erstaunliches zutage gefördert.

Demnach verzeichnet Google den größten Suchanstieg bei der Wortkombination „Ferien Saarland 2015“. Zum Leidwesen der Landesregierung lässt sich daraus aber nicht zweifelsfrei ableiten, dass die Tourismus-Strategie des Landes aufgegangen ist. Denn hinter der Suchanfrage kann sich zwar ein bundesweites Interesse an einem Urlaubsaufenthalt im Saarland verbergen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass viele Saarländer mit diesen Worten nach den Schulferien-Terminen suchten, um den Urlaub dann womöglich außer Landes zu verbringen. Leider kann Google hier keine Auskunft über die Zahl der bundesweiten einerseits und der innersaarländischen Suchanfragen andererseits geben.

Den zweitgrößten Anstieg gegenüber dem Vorjahr verzeichnete die Such-Kombination „Stellenangebote Saarland“. Sorry, liebe Landesregierung, auch hier lässt sich zweifelsfrei kein bundesweiter Trend ableiten, zur Jobsuche im Saarland etwa. Womöglich spiegelt dies sogar eher den hierzulande leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber 2014 wider.

Auf Platz 3 des Rankings für den größten Suchanstieg steht „Fupa Saarland“. Für alle, die es nicht wissen: Fupa ist ein regionales Portal für den Amateurfußball. Auf Platz 4 landet „Sonnenfinsternis Saarland“, was mit der totalen Verdunkelung der Sonne am 20. März des Jahres und den hiesigen Zuschauern des Spektakels zu tun haben dürfte. Rein regional zu begründen dürften auch die darauf folgenden Kombinationen sein: „Busstreik Saarland“ und „Kita Streik“. Beides betraf in Frühjahr und Sommer tausende Nutzer des Öffentlichen Nahverkehrs sowie Eltern kleiner Kinder im Saarland. Ebenfalls gegenüber dem Vorjahr zugelegt hat bei der Google-Suche das Begriffspaar „Flüchtlinge Saarland“, was klar auf die zunehmende Zahl und damit verbundene Diskussion zurückzuführen sein dürfte. Bei dieser Suchanfrage könnte allerdings auch erstmals ein bundesweites Interesse vermutet werden.

Denn im Oktober brachte Innenminister Klaus Bouillon ( CDU ) das Saarland quasi als Flüchtlings-Vorzeigeland in der ARD-Sendung „ Günther Jauch “ bundesweit ins Gespräch. Insofern wäre es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass unmittelbar danach im Google-Ranking die Kombination „Innenminister Saarland“ auftaucht. Da wollten wohl einige Zuschauer außerhalb des Saarlandes mehr über diesen Bouillon erfahren. Denn hierzulande kennt ihn ja nun mittlerweile wirklich jeder mit Namen. Zumal: Wer nur den Namen des Innenministers, also „Bouillon“, bei Google eingibt, der findet ohnehin zuallererst eine ernüchternde Erklärung: „Brühe, klare Suppe“.
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