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Wucherpreise? Catering bei Dillinger Firmenlauf sorgt für Unmut

Teilnehmer des Firmenlaufes 2012.

Teilnehmer des Firmenlaufes 2012.



Bereits im zehnten Jahr strömen Tausende Läuferinnen und Läufer nach Dillingen, um den Firmenlauf zu einem der größten Laufsportveranstaltungen im Südwesten zu machen. Es geht nicht nur um die fünf Kilometer durch die Innenstadt, sondern um den Event-Charakter: Nach dem Lauf kommen Läufer und Zuschauer, Sponsoren und Gäste noch zu einer großen Party mit Musik in der Stadt zusammen.

Doch dieser Spaßfaktor hat für die 14 361 Läufer aus 821 Firmen auch seinen Preis: 14,50 Euro kostet der Start pro Teilnehmer. Daran stört sich kaum jemand, doch eine Vereinbarung zum Catering erntet bei einigen Teilnehmern nicht nur Zustimmung. Diese Vereinbarung besagt, dass ein Verzehr von Speisen und Getränken, „die selbst mitgebracht, vor Ort zubereitet oder bei einem anderen Unternehmen als den vor Ort vertretenen (Schröder Fleischwaren, Anm. der Redaktion) bezogen wurden, nicht gestattet“ ist.

Konkret bedeutet das: Kein Läufer darf sich auch nur eine Flasche Wasser oder einen Proteinriegel mitbringen, sondern muss alles im Vorfeld beim Caterer ordern. Dies bestätigte Eva Stockhausen, Projektmanagerin bei der veranstaltenden Agentur Niedermeier Plus, auf Anfrage: „Die Läufer werden an unseren Verpflegungsstellen und im Ziel versorgt, aber insgesamt ist es so geregelt, dass alles über den Caterer bestellt werden muss.“

Der Caterer wiederum verlangt für eine Kiste mit 24 Flaschen à 0,25 Liter Cola, Apfelschorle oder Sprudel 36 Euro, für einen Kasten Bier mit 24 Flaschen à 0,33 Liter 48 Euro und für eine Kiste Weizenbier mit 20 Flaschen à 0,5 Liter 60 Euro. Diese Preise sollten nach Auskunft von Eva Stockhausen in diesem Jahr sogar um 6 bis 8 Euro höher liegen, dies habe der Caterer aber nach Protesten einiger Firmen wieder rückgängig gemacht.

Ein Obstarrangement für 10 Personen kostet 38 Euro, eine Fingerfood-Platte 75 Euro. Bei einem Verstoß gegen diese Regelungen ist laut Vereinbarung von dem betreffenden Unternehmen eine Gebühr von 500 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer zu zahlen. „Das grenzt an Unverschämtheit und Wucher“, sagt ein Läufer des Marienhaus Klinikums Saarlouis. Dieses Gebaren ärgere auch andere Firmen und habe dazu geführt, dass seine Firma im kommenden Jahr nicht mehr am Firmenlauf teilnehmen wird.

Es geht aber auch anders: Die Firma Globus hat nach eigenen Angaben in den vergangenen beiden Jahren seine Läufer selbst verpflegt und die Strafe dafür in Kauf genommen. „In diesem Jahr“, erklärt Pressesprecherin Uta Lipinski, „halten wir uns aber wieder an die Regeln“.

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