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Xavier Naidoo sang am Bostalsee vor fast zehntausend Fans

Der Erlöser rief und fast 10 000 kamen – Vom Lied, das „meine Lippen verlässt“ ging es über den nicht so ganz leichten Weg bis hin zum Nichts, das so schön ist wie du. Sowieso: Und was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir zusamm‘n. Den aktuellen Hit „Bei meiner Seele“, überraschend als „Gute-Laune-Lied“ angekündigt, präsentierte der Mannheimer schon in der Mitte der Show. Aus dem Hintergrund stapfte dabei plötzlich ein schwer gewichtiger Rapper nach vorne, der sich als Moses Pelham entpuppte. Mit dem Rapper und Produzenten verbindet Naidoo eine lange Geschichte von enger Zusammenarbeit, schlimmem Zerwürfnis, langem Rechtsstreit und jüngster Versöhnung. Jetzt umarmten sich beide auf der Bühne, sogar für Pelhams aktuelles Album wurde Werbung gemacht mit dem Titel „Halt aus“.

Gerne erklärte der früher als moralinsauer verschrieene Naidoo die Bedeutung seiner Texte, und das durchaus launig. „So schön wie früher“ brauche man als junger Mensch nicht so ernst nehmen, da dürfe man ruhig auch „sch... auf den Song“ sagen. Bei der Ballade „Phrasen für dich“ dagegen ginge es in Wirklichkeit um Babybrei – „da wärt ihr nicht drauf gekommen“, jubilierte der Sänger. Sein Publikum solle auch bitte den Titel „Das Aufgebot“ richtig verstehen und nicht etwa denken, es herrsche ein Saufgebot auf der Festwiese. Dann wieder gab er sich demutsvoll und dankte Gott, dass er da oben auf der (riesigen) Bühne seinen Job ausüben darf. Nicht nur seine bekannten Songs wurden bejubelt, sondern auch solche von seinem neuen Album wie „Hört, hört“.

Klar, dass sein begleitendes Quartett keine Schwächen aufwies und einen hochwertigen Chorgesang ablieferte; schade nur, dass Naidoo seinen Instrumentalisten keine Gelegenheit gab, ihr Können zu zeigen, abgesehen von einigen Soli von Gitarrist Alex Auer. Am Ende läutete der Kurpfälzer mit „ja geht noch änner?“ den Zugabenblock aus vier (!) Stücken ein. Doch gab die Menge noch immer keine Ruhe, sodass der sichtlich erfreute Star ein letztes Mal auf die Bühne ging. sedi
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