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Yachthafen-Besitzer sauer auf OB Lauer

Nachrichten aus der Region Merzig.

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Merzig. In einer Wahlkampfveranstaltung des OB-Kandidaten der Merziger CDU, Manfred Klein, zur Zukunft des Sport- und Freizeitparks in den Saarwiesen (wir berichteten) machte Großinvestor und Hafenbesitzer Robert Kunz am Donnerstag „seinem Herzen Luft“, wie er sagte. Seine Kritik galt „zahlreichen Fehlentwicklungen in den Saarwiesen“, betonte er. Kunz („Ich bin in der SPD beheimatet“) verband dies mit heftiger Schelte für den Merziger SPD-Oberbürgermeister Alfons Lauer.

„Die Merziger Saarwiesen könnten heute ganz anders dastehen, wenn Herr Lauer es gewollt hätte“, sagte der Losheimer Immobilienfachmann. Dabei führte er Projekte wie die touristische Aufbereitung der Kiesgruben an. „Das hätte die Stadt keinen Cent gekostet“, sagte Kunz. Dieses und zahlreiche weitere Projekte habe Lauer „vehement“ zu verhindern gewusst. Die Investoren seinen mit ihren Ideen, deren hoher Wertschöpfung man habe sicher sein können, in andere Kommunen abgewandert. Er, sagte Kunz, habe keinen Spaß mehr an der Merziger Sache. „Zumindest nicht, solange an der Spitze des Rathauses jemand sitzt, der von kaufmännischen Dingen keinen blassen Schimmer hat“, schimpfte Kunz.

Allerdings ließ der Geschäftsführer der Fundus Immobiliengesellschaft – sie vermarketet unter anderem auch Ladenflächen in der Nähe des Merziger Kauflands, wo aktuell die Baustelle ruht – durchblicken, dass ihn der Bau einer Hotelanlage in den Saarwiesen nach wie vor reizen könnte. „Ich würde sehr gerne meinen eingeschlagenen Weg in Merzig zu Ende gehen.“ Aber, sagt Kunz, er favorisiere ganz klar ein Hotel für Jedermann. „Mir schwebt dabei ein Projekt nach dem Vorbild des Boarding- Houses vor“, erklärte der Vater von Hafen, Brauhaus und Trampolini.

Nur mit einer bezahlbaren Unterkunft könne man das touristische Angebot Merzigs attraktiv gestalten und diene gleichfalls den Belangen des Zeltpalastes und „der Bezuschussungs- Einrichtung Das Bad“. Ein solches Hotel habe er schon früher einmal auf den Weg bringen wollen, erklärte Kunz. Aber auch diese Idee sei am Votum des Oberbürgermeisters gescheitert.

„Merzig ist nicht, wie Alfons Lauer schon einmal behauptete hat, die europäische Hauptstadt der Juristen“, sagte Kunz. Deshalb brauche die Kreisstadt kein Fünf-Sterne- Hotel, wie der Verwaltungschef es fordere, sondern eine praktikable Lösung, mit der der ganz normale Tourist und künftige Musical-Besucher leben könne. Schließlich sagte Kunz dem CDU-OB-Kandidaten seine Unterstützung zu. Denn, so Kunz wörtlich: „In Merzig muss eine Person an die Spitze mit kaufmännischem Sachverstand.“ Klein hatte im Merziger Brauhaus seine Visionen von einem Sport- und Freizeitzentrum in den Saarwiesen vorgestellt.

Unterstützung erhielt der CDU-Kandidat für die OBWahl dabei von Personen, die auf diesem Terrain schon engagiert sind: Michael Biermann, Vorsitzender des Merziger Tennisclubs, und Joachim Arnold, Chef der Musik & Theater Saar. Auch Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich saß mit im Podium.

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