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ZF Getriebe peilt Umsatzrekord an

Stuttgart/Saarbrücken. Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat die Krise schneller als erwartet hinter sich gelassen. ZF-Chef Hans-Georg Härter geht davon aus, dass „wir 2010 einen Umsatzrekord erzielen“. Die Erlöse werden demnach bei geschätzten 12,9 Milliarden Euro liegen – 38 Prozent mehr als im Krisenjahr 2009 (9,4 Milliarden Euro), berichtete er gestern in Stuttgart. Vor einem Jahr hatte Härter nur ein Umsatzplus von einer Milliarde Euro angepeilt. „Doch es kam deutlich anders.“ Jeder Mitarbeiter soll nun mit einer Sonderzahlung in Höhe von 500 Euro belohnt werden.

Das Saarbrücker Werk hatte an der überraschend schnellen Wende maßgeblichen Anteil. Die wachsende Nachfrage nach Wagen der Premiumklasse – insbesondere in China, aber auch in Nordamerika – führte zu vollen Auftragsbüchern. Nachdem im Vorjahr an der Goldenen Bremm nur 723.000 Getriebe gebaut wurden, mehr als ein Viertel weniger als 2008, „wird ZF dort in diesem Jahr mehr als eine Million Getriebe produzieren“, sagte Härter. Die Nachfrage nach dem neuen Achtgang-Automatik-Getriebe übertrifft die Erwartungen. Nannte ZF im Frühjahr eine Größenordnung von über 300.000, wird jetzt eine Zahl von über 400.000 angepeilt.



Und das Wachstum soll weitergehen: Insgesamt sollen 2011 in Saarbrücken mehr als 1,2 Millionen Getriebe vom Band laufen, so Härter.  Mittelfristig hält er die Prognose von 1,5 Millionen „für durchaus gesund“. In Saarbrücken investiert ZF gerade zehn Millionen Euro in eine neue Werkshalle, 200 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Die Pläne für Saarbrücken wie für alle Werke weltweit zielen „auf ein aggressives Wachstum“. Der Umsatz soll um rund zehn Prozent auf mehr als 14 Milliarden Euro zulegen.

Auch in punkto Gewinne geht es bei dem Antriebs- und Fahrwerksspezialisten wieder aufwärts. Wies ZF im Vorjahr einen Verlust von 421 Millionen Euro aus, rechnet Härter für 2010 mit einer „Umkehr der Vorzeichen“ von Minus in Plus, als rund 420 Millionen Euro Gewinn – „plus eine kleine Schippe drauf“, sagte Härter.

Mehr Jobs
Der Aufschwung bringt auch wieder Arbeitsplätze. ZF habe im Laufe dieses Jahres weltweit etwa 4000 Mitarbeiter eingestellt, davon rund 900 in Deutschland, so dass der Konzern zum Jahresende rund 64.000 Menschen beschäftigen wird. 2009 waren allerdings 3500 Stellen abgebaut worden. Im kommenden Jahr sollen weitere 3000 Mitarbeiter eingestellt werden, davon etwa 1000 in Deutschland. Härter nannte jedoch keine genauen Zahlen für Saarbrücken. Bei wachsender Nachfrage, wofür vieles spreche, werde „auch die Mitarbeiterzahl angepasst“, deutete er eine Aufstockung an.

Was ZF in diesem Jahr bereits getan hat: Nachdem 2009 insgesamt 55 frei werdende Stellen nicht wieder besetzt wurden, arbeiteten im Frühjahr dieses Jahres etwa 4630 Menschen am Standort Saarbrücken; Ende November waren es nach Konzernangaben rund 4900.

Hintergrund
ZF gehört zu den weltweit Top Zehn der Autozulieferer. Das Unternehmen ist Spezialist für Antriebs- und Fahrwerktechnik sowohl für Autos als auch für Nutzfahrzeuge. Als neues Geschäftsfeld erschließt sich das Unternehmen den Bau von Getrieben für Windkraftanlagen.

Weltweit will ZF im kommenden Jahr knapp eine Milliarde Euro investieren, unter anderem in den Ausbau der Achtgang-Getriebe-Fertigung in Saarbrücken und den USA. In den Aufbau des US-Werks, das 2013 mit der Produktion beginnen soll, fließen nach den Worten Härters insgesamt 100 Millionen Euro. Das Projekt wird von Saarbrücken aus gesteuert. mzt



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