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ZKE: Nur im Notfall Salz auf Gehwege streuen

Saarbrücken. Der Winter hat Saarbrücken im Griff. Und er macht Straßen, Wege und Plätze gefährlich glatt. Deshalb schickt die Stadt ihre Leute zum Streuen und Räumen raus. Und auch die Bürger sind verpflichtet, ihre Grundstücke von Eis und Schnee zu befreien. Doch müssen sie Salz vorsichtig einsetzen. Denn die Straßenreinigungssatzung der Landeshauptstadt verbietet das Auftauen mit Salz.

Vielen ist das offenbar egal. Und Hundehalter wie Teresa und Lutz Deutrich ärgern sich über den gedankenlosen Einsatz des Auftaumittels. Eine Nachbarin streue, klagt die Familie in einer E-Mail, „bei jeder Gelegenheit Salz“ – auch bei Tauwetter. Unter dem Streusalz leide der Hund mittlerweile so stark, dass er wegen einer Bindehautentzündung in tierärztlicher Behandlung sei.

Judith Pirrot vom Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetrieb (ZKE) weiß, dass der Einsatz von Streusalz und die Räumpflicht etliche Fragen aufwerfen.

In jüngster Zeit hätten sich viele Bürger deswegen an den ZKE gewandt. Auch die Stadt streue nur auf den öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen.

Es gebe gute Gründe, Salz sparsam einzusetzen: „Zum einen schädigt es immer Pflanzen und Grundwasser. Aber auch Hunde oder Katzen leiden unter dem Salz und möglicherweise anderen Auftaustoffen“, sagt Pirrot. Als Alternativen nennt sie Splitt, Sand und Granulat.

Doch das ist nicht das einzige, was beim Auftauen und Räumen zählt. Die häufigsten Fragen und Antworten zum Winterdienst hat der ZKE als städtischer Entsorgungsbetrieb zusammengestellt. Generell regelt die „Satzung über die Reinigung der öffentlichen Straßen und die Erhebung von Straßenreinigungsgebühren in der Landeshauptstadt Saarbrücken“, kurz: „Straßenreinigungssatzung“, wer wann und wo Besen und Schneeschippe schwingen muss.

Auch was bei Streusalz zu beachten ist, regelt die Straßenreinigungssatzung. In Paragraf 6, Abschnitt 8 steht: „Streusalz und streusalzhaltige Mittel dürfen grundsätzlich nicht auf Bürgersteigen verwendet werden.“

Gleiches gelte für „chemische Mittel mit auftauender Wirkung, wenn ihre Umweltverträglichkeit nicht durch das Umweltbundesamt nachgewiesen ist“. Judith Pirrot empfiehlt Produkte mit dem Blauen Engel, denn die seien salzfrei. Die Satzung lässt allerdings Ausnahmen zu. Und zwar wenn der Winter richtig zuschlägt. Wenn Eisregen Treppen, Rampen, Brücken, Gefälle und Steigungen in spiegelglatte Gefahrenzonen verwandelt.

Die städtischen Räum- und Streufahrzeuge setzen auf den Hauptverkehrsstraßen Salz kombiniert mit einer salzhaltigen Lösung ein. Das soll diese Straßen so schnell wie möglich eisfrei machen. Hierzu sind an den Fahrzeugen Seitentanks installiert. Aus Leitungen gelangt die Sole direkt auf den sich drehenden Streuteller, der auch das körnige Salz verteilt. Diese Technik gilt als besonders salzsparend: „Die Mischung ist sehr ergiebig, da reicht ein Teelöffel je Quadratmeter“, erläutert Judith Pirrot.

Stichwort

Die wichtigsten Tipps zum Thema Räumpflicht hat der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb natürlich auch am Telefon parat. Unter Tel. (06 81) 9 05 71 53 und 9 05 71 55 gibt der ZKE Auskünfte. hcr

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