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Zahl der Kirchen-Einbrüche ist im Saarland gestiegen

Symbolfoto.

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Einbrecher scheinen oft nicht besonders gottesfürchtig zu sein: Selbst Kirchen im Saarland haben sie im Visier. Die Diebe fingern nach Geld im Klingelbeutel, reißen sich am Altar Mikrofone, Kerzenständer und auch mal eine Kiste Messwein unter den Nagel. Manchmal sind es Einzeltäter, manchmal Banden. „Täter haben überhaupt keine Hemmschwellen“, sagt der Sprecher des Saar-Landespolizeipräsidiums, Georg Himbert . „Auch nicht bei Kirchen. Es wird gestohlen, auch, was zu Geld gemacht werden kann.“ Im Saarland schwankt die Zahl der Einbrüche in kirchlichen Institutionen – also Kirchen, Pfarrhäusern und christlichen Kindergärten – wie in anderen Bundesländern mitunter stark. 2010 wurden 78 Fälle registriert, 2013 dann 38 Fälle und 2015 wieder 75 Fälle.

Das Bistum Trier , welches in den beiden Ländern Saarland und Rheinland-Pfalz das größte ist, verzeichnete im vergangenen Jahr 19 Einbrüche und Einbruchsversuche in Kirchen sowie Pfarr- oder Gemeindehäusern. Schaden: rund 17 000 Euro. 2014 waren es 16 Taten mit einem Schaden von rund 24 000 Euro. Entwendet wurden vor allem Bargeld in den Kirchen der Opferstock oder Laptops.

„Es gibt Kirchen, die aufpassen“, sagte Lutz Dettmer vom Ecclesia Versicherungsdienst. Das Unternehmen aus Detmold betreut evangelische wie katholische Bistümer. „Wer einbricht, ist kein Kunsträuber, sondern will Bargeld haben. Da kommt der Opferstock gerade recht.“ Diese sind meist in Kirchen fest verankert und mit einem Metallbügel samt Hängeschloss gesichert.

Die Zahl der Einbrüche in Kirchen schwanke regional unterschiedlich, im Osten sei sie höher als im Westen, im katholischen Teil Bayerns besonders niedrig, sagte Dettmer. Ziel der Einbrecher seien auch die Kindertagesstätten der Kirchen – gerade bei Drogenabhängigen, die Geld benötigten. „Beschaffungskriminelle brechen dort gerne ein und stehlen die Kaffeekasse.“

Oft entsteht dabei ein hoher Sachschaden: Erst neulich wollten Einbrecher in die katholische Kirche St. Gangolf in Besseringen eindringen, einem Stadtteil von Merzig. „Da hat man die Haupteingangstür aufzubrechen versucht“, erzählte der Verwaltungsratsvorsitzende Ernst Mannebach, „trotz Doppelverriegelung“. Schaden: etwa 2000 Euro.

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