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Zahl der Privatschulen wächst weiter

Nachrichten aus der Region Homburg.

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St. Ingbert. Mit Festanspachen, Kaffee und Kuchen, einer Theateraufführung der Schülerinnen und Schüler und der Besichtung der Klassenzimmer hat die neue Montessori-Grundschule des Vereins Elterninitiative für Montessori- Pädagogik Mandelblüte in Oberwürzbach am Samstag ihre Eröffnung gefeiert. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Start“, sagte die Vereinsvorsitzende Eva Pittendörfer der SZ. 24 Kinder gehen dort in eine Klasse, die gemischt ist mit Schülern vom ersten bis zum vierten Schuljahr – ganz der Montessori-Pädagogik gemäß, die davon ausgeht, dass die jüngeren und älteren Schüler sowohl in Sachen sozialer als auch bei der Lernkompetenz voneinander profitieren.

Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD), der bei der Eröffnung der neuen Privatschule ein Grußwort sprach, sagte der SZ zu seiner Bewertung der Privatschullandschaft: „Privatschulen genießen eine durch das Grundgesetz und höchstrichterliche Urteile garantierte Privilegierung, die der landespolitischen Entscheidung grundsätzlich nicht zugänglich ist.“ Privatschulen seien im Saarland gesetzlich verpflichtet, durch geeignete Maßnahmen dafür Sorge zu tragen, „eine Sonderung nach den Besitzverhältnissen nicht entstehen zu lassen“. Das heißt, die Kritik, betuchtere Eltern schickten ihre Kinder bevorzugt auf Privatschulen, die Schulgeld fordern, während in den staatlichen Schulen die soziale Ausgewogenheit in Gefahr gerät, trifft demnach im Saarland nicht zu. Zudem habe der Landtag in der vergangenen Legislaturperiode das Privatschulgesetz dahingehend verschärft, dass die Genehmigung von Privatschulen „an äußerst strikte Kriterien bezüglich der fachlichen Qualifikation gebunden ist“, wie Commerçon betonte. Vor allem die finanzielle Hürde wurde für Privatschulgründer erheblich erhöht, da sie länger vorfinanzieren müssen, ehe die staatliche Zuwendung in Höhe von 90 Prozent fließt.

Im Landes-Haushaltsplan sind 43,5 Millionen Euro für die 27 Privatschulen, von denen die meisten (13) sich in katholischer Trägerschaft befinden, veranschlagt. Derzeit liegt dem Bildungsministerium ein weiterer Antrag zur Gründung einer Privatschule vor, der „aber nicht entscheidungsreif ist“, wie es im Ministerium hieß. Aus Gründen des Datenschutzes bleibe Name des Antragstellers geheim. Allerdings wurden vom Ministerium in den vergangenen Jahren drei Schulgründungsanträge abgelehnt, die „reformpädagogisch“ gewesen seien. In einem Fall fehlten geeignete Räume und ausreichende Finanzen, im zweiten Fall das Personal und im letzten Fall gar ein „schlüssiges Konzept“. Bis zum Sommer besuchten 9826 Schüler Privatschulen im Saarland, während 122 465 staatlich lernten. Dabei hatte ein Lehrer etwa 16 Kinder zu unterrichten, ob privaten oder öffentlich, auf alle Schulformen bezogen. dik

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