B423 Stadtgebiet Blieskastel, Zweibrücker Straße bis Saar-Pfalz-Straße Zwischen Blieskastel und Aßweiler Vollsperrung, Baustelle bis 28.10.2017 06:00 Uhr Zwischen Ortsausgang Blieskastel und Ortseingang Biesingen (09.10.2017, 06:27)

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Zahlt Brüssel neue Skater-Anlage im Saarbrücker Bürgerpark?

Der Bürgerpark ist besser als sein Ruf. Davon ist Grünamtsleiterin Carmen Dams überzeugt. „Der Bürgerpark wurde als postmoderner Park gebaut. Das haben die Leute nicht verstanden. Aber ganz langsam entdecken die jungen Leute den Park.“ Doch es gibt noch viel zu tun, weiß auch Dams. Sie berichtet von einem Treffen mit Vertretern der Skateboarder-Szene. Die würden sich eine neue Anlage wünschen und hätten vorgeschlagen, beim Aufbau selbst mit anzupacken. Die alte Anlage sei zwar in einem guten Zustand, meint Dams. Doch die Jugendlichen blieben weg, weil sich viele heutzutage einen kompletten Parcours mit eingebauten Rampen oder Treppenstufen wünschten. Die Anlage im Park könne das nicht bieten, sie sei sogar noch teilweise aus Holz.

Mehr Geld im Haushalt

Dams schlägt nun vor, einen Antrag für die neue Anlage bei der Europäischen Union (EU) im Rahmen des Projekts „Blaues Band“ zu stellen. Damit fördere die EU bereits andere Baumaßnahmen am Saarufer. Da trifft es sich gut, dass die rotrot- grüne Stadtratskoalition im Haushalt 2014 die bereits reservierte Summe von 25 000 Euro verdoppelt hat – für die „Renovierung“ der Skateboardanlage und die Beleuchtung. Mit diesem Geld und den EUZuschüssen soll dann ein neues Areal für die Skateboarder entstehen, hofft Dams.

Sie findet es gut, dass sich die Jugendlichen engagieren wollen: „Wenn die Leute mithelfen, gehen sie anschließend auch besser damit um.“ Sie gibt zu, dass die Anlage zurzeit kaum genutzt werde. Die Skateboarder seien von anderen Jugendlichen vertrieben worden, die dort Alkohol trinken würden. Dams ist sich sicher: „Eine neue Anlage würde den Park beleben.“ Vor einem Jahr hatten einige Skateboarder in der SZ klargemacht, wie wichtig eine neue Anlage für sie wäre. Einer von ihnen zog damals das Fazit: „Hier ist einfach tote Hose.“

Zumindest in der Anfangsphase nach dem Bau müsste nach Ansicht der Amtsleiterin aber die Stadt dafür sorgen, dass hier keine Vandalen wüten. Denn leider gebe es auch immer wieder Jugendliche, die zum Beispiel die Laternenlampen am Saarufer mit Steinen kaputtmachen. Die sollen eigentlich den Park erhellen. Zurzeit ist aber nur jede zweite Lampe in Betrieb. Das soll 2014, wenn der Bürgerpark 25 Jahre alt wird, besser werden. Ende nächsten Jahres soll der Rad- und Fußweg, der von der Berliner Promenade künftig eben zum Bürgerpark führen wird, fertig sein und durchgehend beleuchtet werden, kündigt Dams an. Der Stadtrat habe außerdem beschlossen, ab 2017 weitere 200 000 Euro in die Beleuchtung des Parks zu investieren.

Der Fuß- und Radweg werde von der Europäischen Union ebenfalls im Rahmen des Programms „Blaues Band“ zur Hälfte gefördert und koste rund 500 000 Euro, weil viel Erde an einer kleinen Steigung abgetragen werden müsse. Im nächsten Jahr soll außerdem der Brunnen wieder sprudeln, den ebenfalls Vandalen zerstört hätten, sagt Dams. Als weiteren Pluspunkt nennt sie das Netz unter der Westspange, das künftig verhindere, dass dort Tauben sitzen und mit ihrem Kot den Teich verschlammen und den Park verschmutzen.

All das soll helfen, den Ruf des Bürgerparks – auch bei den Skateboardern – zu verbessern. Außerdem plant der Verein Bürgerpark-Initiative Saarbrücken im nächsten Jahr ein Geburtstagsfest. Die Verwaltung will dem Verein bei der Organisation helfen. Andreas Heiske, Vorsitzender des Vereins, lädt am 9. Januar, 18 Uhr, zu einem Treffen ins evangelische Gemeindezentrum Malstatt, Zur Malstatt 2, ein. Dort sollen Ideen für das Fest gesammelt werden. Er begrüße den Bau einer neuen Anlage für die Skateboarder. Heiske wünscht sich aber auch, dass die Stadt selbst Veranstaltungen im Bürgerpark organisiert.

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