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Zank um den Gegenortschacht

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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Dudweiler. Die Besucher des Brennenden Berges und die Anwohner der Straße „Am Gegenortschacht“ brauchen künftig keine Geländewagen mehr, um die Straße passieren zu können – zumindest für den unteren Teil des Weges. Die Eigentümer Saarforst und Allgemeiner Sportclub Dudweiler (ASC) hatten der Bezirksverwaltung im Februar einen Vertrag aus dem Jahr 1975 vorgelegt, der besagt, dass die Verwaltung für die Instandsetzung verantwortlich ist: „Nachdem das Rechtsamt den Vertrag überprüfte, kam man überein, die Arbeiten zu übernehmen“, erklärt die Bauhofchefin und Fachbereichsleiterin Bauen und Umwelt Beate Julien. So wurde der stark in Mitleidenschaft gezogenen Holperstrecke auf den ersten 900 Metern eine Asphaltdecke spendiert, doch oberhalb des ASC wechseln die Besitzverhältnisse.

Hier ist laut Bezirksbürgermeister Walter Rodermann die RAG verantwortlich. „Gut zehn Zentimeter Asphalt wurden aufgetragen, um das Gefälle etwas auszugleichen und die Strecke zu ebnen“, sagt Rodermann vor Ort. Jetzt fehle nur noch der Feinsplitt, der in den nächsten Tagen aufgetragen werden soll. Außerdem wolle der Saarforst noch marode Bäume entlang der Straße entfernen.

Julien erklärt zudem, dass es sich bei dem Fahrbahnbelag aber nur um ein Provisorium handeln würde, „doch für die nächsten fünf Jahre hält der Belag vorneweg“. „Bevor es wieder so aussieht wie zuvor, vergehen mindestens zehn Jahre“, ergänzt Rodermann. Schon allein aus Gründen der Verkehrssicherheit wäre die Sanierung des unteren Teils der Straße dringend notwendig und unumgänglich geworden. Rodermann hofft nun, dass die stillgelegten Tennisanlagen oberhalb des Parkplatzes und der alte Sportplatz einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Doch mit dem neuen Fahrbahnbelag habe man zumindest die Attraktivität des Ausflugsziels Brennender Berg für Wandergruppen gesteigert: „Ich wünsche mir, dass der Parkplatz nun besser als Anlaufstelle und Treffpunkt für den Wanderweg zum Brennenden Berg genutzt wird.“

Von einem größeren touristischen Zustrom könne schließlich auch der ASC mit seinem Vereinslokal profitieren. Jetzt baut Rodermann darauf, dass auch der obere Teil der Straße von der RAG saniert wird. Dort gäbe es zwar noch keine akute Verkehrsgefährdung, doch auch hier sind Schlaglöcher und Risse in der Straße kaum zu übersehen. Rudolf Krumm, Prokurist bei RAG, ist da jedoch ganz anderer Meinung: „Das Thema ist bereits ein uraltes. Unsere Juristen haben die Rechtslage geprüft.“

Sie seien dabei zu dem Schluss gekommen, dass beim Verkauf der Werkswohnungen im Grundstücksvertrag festgehalten worden sei, dass die Käufer künftig verantwortlich für den Unterhalt der anteiligen Straßenfläche sind.

„Zudem hat die Stadt oberhalb der alten Direktorenvilla für Neubauten Baugenehmigungen erteilt. Diese können jedoch nur gegeben werden, wenn die Erschließung und der Erhalt der Straße gesichert sind“, sagt Krumm. So kommt der Prokurist auch zu dem Schluss: „Wir streiten die Eigentumsfrage nicht ab, doch wir sehen dort die Stadt in der Verantwortung.“ dla

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