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Zehn Hobbymannschaften genießen den Voyeur Cup im Burbacher Saarwiesenstadion

Freizeitfußballer messen sich beim Saarbrücker Voyeur Cup am Samstag (Archivbild vom 25.6.2011).

Freizeitfußballer messen sich beim Saarbrücker Voyeur Cup am Samstag (Archivbild vom 25.6.2011).

Bei knapp 40 Grad im Schatten Fußball spielen – das fällt nur echten Fußballfans ein. Aber wenn der Verein für die Förderung von Kultur das kultige Voyeur-Cup-Turnier veranstaltet, dann kommen die Hobbyfußball-Teams trotz Sommerhitze. Bereits zum 29. Mal luden Chris Wroblewski und Bernd Rausch zu diesem etwas anderen Fußballturnier ein. Zwar sind es nicht mehr so viele Teams wie früher. Aber immerhin zehn Mannschaften mit rund 80 Spielern jagten dem runden Leder hinterher. Etwas war wegen der Hitze aber doch anders. „Statt zwölf spielen wir nur acht Minuten, dafür machen wir mehr und längere Pausen“, sagte Rausch. Jedes Team kam auf sieben schweißtreibende Spiele, weil ja auch die Mannschaften, die früher ausscheiden, noch um den „Schatten-Cup“ spielen.

Und dieser Schatten war natürlich am Samstag besonders begehrt – die Mehrheit saß unter dem Tribünendach. Dagegen machten es sich die Freizeitkicker von „Leipziger 52“ unter einem Zeltdach gemütlich. „Wir haben auch ausreichend Wasser mitgebracht, bedient euch“, forderte Rausch außerdem immer wieder auf. Beliebt waren diesmal auch die erfrischenden und kühlen Gemüse- und Obstspieße für zwischendurch.

Nebenbei entwickelten sich kleine Geschichten am Rande, die den Voyeur Cup so einzigartig machen. „Oh je“, seufzte Rausch ins Mikrofon: „Die Schatten-Cup-Sieger des Vorjahres sind noch immer ohne Punkt.“ Die Angesprochenen vom FC Fleur reckten daraufhin die Fäuste hoch und feierten sich selber. Auch gegen die „Nasen“ gab es für Fleur was auf die Nase, 0:2, wieder kein Punkt. Egal, die Fleur-Spieler widmeten sich ihrem Bier-Meter, den sie unmittelbar nach der Niederlage füllen ließen.

„Na Werner, wie läuft's?“, fragte Wrobleski Werner Uwer. Der Trainer der „Molschder Jungs“ ruderte auf die Frage dramatisch mit den Armen. Als wenn er geahnt hätte, was ein paar Minuten später passieren würde. Das Team „New Orange“ gewann gegen die Molscher in der Schlussminute und machte Uwer vollends ratlos.

Das früher so beliebte Eltern-Kinder-Spiel fiel übrigens aus. Das lag daran, dass kaum Kinder den Weg ins Saarwiesenstadion gefunden hatten. Vielleicht war es ihnen doch zu heiß.

Ach ja, zwei Sieger gab es ja auch noch. „New Orange“ holte sich im Elfmeterschießen gegen „Nilles“ den Voyeur Cup, und die „Nasen“ jubelten über den Gewinn des „Schatten-Cups“. Wroblewski und Rausch erklärten die 29. Auflage auch gleich zum Fair-Play-Cup. „Es gab nicht ein einziges böses Foul. Es war wie in den Anfangszeiten auf der Meiersdell, damals in den achtziger Jahren. Fußball – ein Spiel unter Freunden.“
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