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Zehn Jahre Haft für Spielbankräuber

Saarbrücken. Wegen sexueller Nötigung sowie einer Serie von sechs Raubüberfällen und Einbrüchen hat das Landgericht ein mutmaßliches Mitglied der sogenannten Spielbankräuber-Bande zu zehn Jahren Haft verurteilt. Der gebürtige Franzose (31) und weitere Männer aus Lothringen sowie dem Saarland hatten es insbesondere auf die Besucher von Casinos abgesehen. Sie beobachteten dort Stammgäste und Gewinner, folgten ihnen nach Hause und schritten zur Tat, sobald die Situation für sie günstig schien. Entweder griffen sie die ahnungslosen Opfer direkt an und entwendeten deren Geld. Oder aber sie stiegen in deren Häuser und Wohnungen auf der Suche nach Beute ein.

Aber auch andere Gelegenheiten, um gewaltsam an Geld zu kommen, ließen sich die Bandenmitglieder nach Feststellung der Ermittler nicht entgehen. Sie sollen beispielsweise den Leiter eines Supermarktes auf einem Parkplatz abgepasst und zur Öffnung des Geschäftes und des dortigen Tresors gezwungen haben. Auch eine ahnungslose Zigarettenverkäuferin wurde Opfer der Bande. Die 27 Jahre alte Frau arbeitete in einem mobilen Verkaufsladen für Tabak unweit der Landesgrenze. Am Abend des 10. März 2009 wurde der Laden überfallen. Zwei maskierte Männer in Overallanzügen zwangen die Angestellte mit vorgehaltener Waffe den Inhalt der Kasse, etwa 300 Euro, herauszugeben. Einer der beiden Maskierten, nach Feststellung des Gerichts war es der Angeklagte, missbrauchte zudem die Frau.  Anschließend sperrten die Männer das Opfer in eine nahe stehende Toilette aus Plastik ein, hängten den Verkaufswagen an das Fluchtauto und fuhren weg. Die Tabakwaren im Wert von rund 25 000 Euro verkauften sie später für 4000 Euro.



Auf die Fährte des Angeklagten und seines Kollegen, dem noch bis November der Prozess gemacht wird, kamen die Fahnder erst durch die Aussage eines angeblichen Mitglieds der Bande. Der hat bei der Polizei eine Art Lebensbeichte abgelegt und seine angeblichen Mittäter schwer belastet. Er hofft deshalb auf eine geringe Strafe. Seine mutmaßlichen Kollegen sehen sich als Opfer falscher Bezichtigungen und weisen die Vorwürfe zurück. wi

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