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Zeltpalast-Chef sieht neue Kooperationschancen für „Musik & Theater Saar“

Nachrichten aus der Region Merzig.

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 Wien/Merzig. Die Nachricht wäre hier im Südwesten der Republik wohl erstmal bloß ein paar Zeilen wert: Der Berliner Christian Struppeck wird von Mai an Musicalintendant der Vereinigten Bühnen Wien, also des Raimund Theater und des Ronacher.

Kaum überraschend, weil der 43- Jährige bereits seit Jahren als Musicalproduzent, Stückentwickler und Autor erfolgreich ist – mal mit eigener Firma, aber auch in Diensten des Branchenriesen Stage Entertainment.

Was das nun mit dem Saarland zu tun hat? Nun, Struppecks Partner Andreas Gergen führt bei der Musical-Produktion „Hairspray“ von „Musik & Theater Saar“ (M & T) Regie, die vom 27. Juli bis 16. September im Merziger Zeltpalast laufen wird. So ist Struppeck auch bei M & T mit im Boot. „Hairspray“ ist die Kernproduktion des Festivalprogramms, mit dem M&T-Chef Joachim Arnold dieses Jahr auf Zuschauer- Expansionkurs geht. Die Produktionen sollen nicht nur deutlich länger laufen, Arnold wartet auch mit Stars auf – Elina Garanca singt etwa bei Klassik am See am 7. Juli in Losheim – und will sein Angebot weiträumiger vermarkten. Zeltpalast und Klassik am See sollen „Marken“ werden, die auch im Umkreis von 200 Kilometern ziehen. Und da erhofft sich Arnold nun mit Struppecks Verpflichtung an die Schaltstelle der Musical-Metropole Wien auch einiges. „Das eröffnet Perspektiven“, sagt er. Struppeck kenne und schätze die Merziger Spielstätte.

Arnold hofft, dass sein Zeltpalast künftig auch als eine Art Testlabor funktionieren könnte – etwa für neue Musicals, neue populäre Stoffe, die erst in Merzig laufen könnten, bevor sie vielleicht später in Wien auf die große Bühne kommen. Das dürfte dann auch das Potenzial des Zeltpalastes steigern. Eine wie auch immer geartete Zusammenarbeit mit den Wiener Bühnen böte ganz andere Möglichkeiten, was Sänger, Ausstattung und mehr angeht. Und es würde auch deutlich größere Aufmerksamkeit auf den Merziger Zeltpalast lenken, wäre man doch quasi das Entree der Wiener. Arnold, versiert im Trommeln für die eigene Sache, verbindet solche Visionen gleich mit einem Aufruf an die künftige Landesregierung, seinen Expansionskurs nach Kräften zu fördern. Der Fall Struppeck zeige schließlich einmal mehr, mit welchen Spitzenleuten man zusammenarbeite. Bleibt abzuwarten, ob diesen Ruf jemand hört.

www. musik-theater.de

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