A6 Metz/Saarbrücken Richtung Kaiserslautern Zwischen AS Sankt Ingbert-Mitte und AS Waldmohr Gefahr durch defektes Fahrzeug, gefährliche Situation in der Ausfahrt (06:25)

A6

Priorität: Sehr dringend

3°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
3°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Zerstückelte Leiche in der Kühltruhe

Merzig.  Das berichtete Georg Himbert (47), Sprecher der Landespolizeidirektion (LPD) in Saarbrücken. Zuvor hatten Polizisten Leichenteile in einer Kühltruhe im Haus von Frank E. in der St.-Georg-Straße gefunden.

Nach bisherigen Ermittlungen hatte der Vater von zwei Töchtern (9 und 15) das spätere Opfer via Internet-Chat kennen gelernt. Dort gab er sich als Single aus. Heike Gärtig, geborene Krowiorsch, lebte damals noch in der 13290 Einwohner zählenden Stadt Hessisch Lichtenau/Nordhessen, in der Bergstraße2. Sie wohnte bei einem geschiedenen Mann und dessen zwei Kindern. Die Witwe stammte aus Herrnhut in der Oberlausitz/Sachsen.

Ende Juli 2006 verabredeten sich Heike Gärtig und der Nachrichtenelektroniker Frank E. am Saarbrücker Hauptbahnhof. Himbert: „Wir gehen zurzeit davon aus, dass die Frau für eine feste Bindung ins Saarland kommen wollte.“

Wie der Mann gestern vor dem Haftrichter angab, sei es anschließend zum Streit gekommen, wobei er die Frau tötete. Wo das geschah, ist noch unklar. Möglicherweise in seinem Haus, das damals noch leer stand. Er und seine Familie wohnten da noch in der Merziger City.

Einige Leichenteile, darunter den Kopf, verstaute er in einer Kühltruhe seiner Garage. Andere Teile habe er vergraben. Der Ort ist bislang noch unbekannt. Drei Leichen-Spürhunde der Polizei durchsuchten gestern den ganzen Tag das Grundstück.

Die Ehefrau des mutmaßlichen Täters wusste wohl nichts von der Bluttat. Himbert: „Die Tiefkühltruhe stand in der völlig zugemüllten Garage.“ Überhaupt soll Frank E.'s Wohnung sehr verwahrlost gewesen sein.

Ein Haftrichter am Merziger Amtsgericht ließ den Mann gestern wegen des Verdachts auf Totschlag in den Saarbrücker Knast einliefern.

Den Hinweis aus Nordhessen ins Saarland brachte Mitte 2006 eine Vermisstenmeldung bei der Eschweger Polizei. Jetzt folgte der Durchsuchungsbefehl auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft – wobei die Ermittler auf den grauhaften Fund in der Kühltruhe des Merzigers stießen. Matthias Zimmermann

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein