L151 Wadern Richtung Weiskirchen Zwischen Weiskirchen und Landesgrenze Gefahr durch umgestürzte Bäume, Vollsperrung bis 24.01.2018 08:00 Uhr, die Situation dauert voraussichtlich noch mindestens 4 Stunden an (20.01.2018, 23:28)

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Priorität: Sehr dringend

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Zivis hinterlassen große Lücken

Für den Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist das Ende des Zivildienstes ebenfalls ein tiefer Einschnitt. 15 Zivildienstleistende waren bisher im Rettungsdienst im Einsatz, fünf im Behindertenfahrdienst. "Wir werden verstärkt auf FSJ-ler zurückgreifen, doch zu 100 Prozent kompensieren, werden wir die Zivis damit nicht können", sagt Kreisgeschäftsführer Michael Hoffmann. Um so viele FSJ-ler wie möglich zu gewinnen, hat das DRK seine Werbung für das freiwillige soziale Jahr intensiviert.

Auch die DRK-Klinik Mettlach wirbt verstärkt um FSJ-ler - und um Fachoberschüler, die ein Praktikum absolvieren müssen. Es gilt, den Weggang von fünf Zivis zu kompensieren. Bislang ist es noch nicht gelungen.

Für Wolfgang Hermann von der Awo, der künftig auf elf Zivis verzichten muss, gestaltet sich die Lage deutlich schwieriger. Er kritisiert die Abschaffung des Zivildienstes und plädiert dafür, dass die Politik eventuell nötige Neueinstellungen bezuschusst - oder einen verpflichtenden Dienst sowohl für junge Männer als auch für Frauen einführt. "Der Zivildienst hat nicht nur uns entlastet und dem Gemeinwohl gedient, sondern auch viele junge Menschen persönlich bereichert und ihre Berufswahl beeinflusst", sagt Hermann und fügt hinzu: "Viele Zivis haben sich nach ihrem Dienst aus Überzeugung für einen sozialen Beruf entschieden. Hätten sie keinen Zivildienst machen 'müssen', hätten sie diesen Weg nicht eingeschlagen."

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