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Zoff bei Jägern und Jagdgegnern - neues Jagdgesetz erst 2011?

Von Dietmar Klostermann und Wulf Wein (SZ)

Saarbrücken.
Die saarländische Jamaika-Landesregierung hat ihren ursprünglichen Plan, das neue Jagdgesetz noch in diesem Jahr in den Landtag einzubringen, fallen gelassen. Dafür ist offenbar der nachhaltige Diskussionsbedarf der betroffenen Jäger-Verbände und Tierschutzorganisationen verantwortlich. „Es gab jede Menge runde Tische im Umweltministerium, bei denen Jäger und Tierschützer ihre Argumente vorbrachten“, sagte die Sprecherin des Umweltministeriums, Sabine Schorr, der SZ auf Anfrage.

Dabei seien viele neue Sachargumente aufgetaucht, die Umweltstaatssekretär Klaus Borger (Grüne), der den Entwurf des Jagdgesetzes federführend bearbeitet, noch mit berücksichtigt habe. Deshalb werde die öffentliche Anhörung aller vom Jagdgesetz betroffenen Einrichtungen erst Anfang bis Mitte Dezember erfolgen, erklärte Schorr. „Borger rechnet damit, dass Gesetz im ersten Quartal 2011 dem Landtag vorstellen zu können“, so Schorr.

Nach Informationen der SZ von Teilnehmern, die an den runden Tischen im Umweltministerium saßen, seien die unterschiedlichen Haltungen von Jägern und Tierschützern unversöhnlich aufeinander geprallt. Es hat dem Vernehmen nach eine „Kühlschrank-Atmosphäre“ geherrscht. Damit ist die optimistische Einschätzung des Ministerpräsidenten Peter Müller (CDU), dass das neue Jagdgesetz zur Zufriedenheit aller Beteiligten und ohne größeren Widerstand in Kraft treten wird, offenbar bereits von der Realität überholt.

Im Jamaika-Koalitionsvertrag war 2009 festgelegt worden, dass nur noch aus „Vernunftsgründen“ gejagt werden dürfe. Einige Jäger aus Passion müssen da noch mit sich ringen. Ebenso die Tierschützer bei der Festlegung, dass in Naturschutzgebieten weiter gejagt werden darf. dik/in

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