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Zoff beim Wechsel zur Telekom: Kein Anschluss unter dieser Nummer

Jörg Kremer aus Saarbrücken betreibt eine Friseur-Salon-Kette mit mehreren Filialen im Saarland. „Als Dienstleister müssen wir für unsere Kunden erreichbar sein“, erklärt der  Leser-Reporter. Als er kürzlich von seinem bisherigen Anbieter Vodafone zur Telekom wechselte, seien einige seiner Betriebe über Tage hinweg telefonisch nicht erreichbar gewesen – eine Filiale insgesamt sogar zwölf Arbeitstage. Deshalb habe die Firma Umsatzeinbußen hinnehmen müssen, klagt Kremer. Dabei sei er doch extra zur Telekom gegangen, um die Probleme, die er mit Vodafone hatte, zukünftig zu vermeiden. Denn schon vor drei Jahren habe es bei seinem damaligen Wechsel – von der Telekom zu Vodafone – Schwierigkeiten gegeben. Vier Filialen seien – eine davon acht Arbeitstage – nicht erreichbar gewesen, so Kremer.

„Sie brauchen sich um nichts zu kümmern, alles läuft reibungslos“, habe ihm nun die Telekom vor seiner Rückkehr versprochen. Doch dann sei er von einer Mitarbeiterin in seinem Urlaub informiert worden, dass alle Filialen ohne Telefonverbindung seien. „Es begann das selbe Spiel.“ Die Störungsstellen der beiden Unternehmen hätten die Schuld jeweils auf das andere geschoben. Erst nachdem er dem Vorstandsvorsitzenden der Telekom persönlich eine Mail geschickt habe, sei schließlich Bewegung in die Sache gekommen.

Diesen Februar dann das gleiche Spiel noch einmal: Um seine Geschäfte wieder ans Netz zu bekommen, habe er „etliche Telefonate und nicht enden wollende Warteschleifen“ hinnehmen müssen. Am meisten habe ihn geärgert, dass er bei jedem Anruf minutenlang durch ein Sprachmenü geführt wurde und Daten erfragt wurden, die die Mitarbeiter später erneut aufgenommen hätten. Von den verschiedenen Ansprechpartnern habe er zudem oft gegensätzliche Informationen erhalten. „Organisation sieht anders aus“, sagt Kremer.

Telekom-Sprecherin Martina Weidmann räumt ein, dass die Übernahme der Rufnummer nicht reibungslos abgelaufen sei: „Nach Rücksprache mit unserem Portierungs-Team gab es systemtechnische Probleme bei der Auftrags-Bearbeitung.“ Inzwischen sei der Anschluss jedoch in Betrieb. Kremers Beschwerde über den telefonischen Service des Anbieters wolle die Telekom nutzen, um ihre Angebot weiter zu verbessern. Denn: „Es ist nicht in unserem Sinne, Zusagen, die wir unseren Kunden geben, nicht einzuhalten.“ Als Wiedergutmachung habe das Unternehmen dem Kunden eine Grundgebühr erstattet, so die Sprecherin. mv
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