Saarland: In Homburg-Jägersburg ist die Saar-Pfalz-Straße in Höhe der Hausnummer 45 voll gesperrt auf Grund eines Verkehrsunfalls. (19:14)

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Zoff in Blieskastel wegen Pannen-Serie bei Saar-Pfalz-Bus

Die Linie 568 aus Blieskastel nach Ormesheim am Busbahnhof in Assweiler: Der Anschluss zwischen dem Zubringerbus MS3 und der Linie 568 läuft nicht immer reibungslos ab.

Die Linie 568 aus Blieskastel nach Ormesheim am Busbahnhof in Assweiler: Der Anschluss zwischen dem Zubringerbus MS3 und der Linie 568 läuft nicht immer reibungslos ab.

Blieskastel/ Mandelbachtal. Die Ormesheimer Kinder vom Vonder- Leyen-Gymnasium in Blieskastel kommen nach der Schule nicht immer sicher mit dem Bus nach Hause. Allein im Schuljahr 2011/2012 hielt ihr Bus neun Mal in Assweiler – mehrere Kilometer vor dem Ziel – und die einzige Anschlusslinie MS3 nach Ormesheim war bereits abgefahren. Balint Balassa, Beschwerdemanager bei der Saar-Pfalz-Bus GmbH, bat damals um Verständnis für einen einmaligen Fall eines Motorschadens. Doch die Serie riss nicht ab. Immer wieder fiel der Anschlussbus aus.

Manfred Pfeiffer (CDU), erster Beigeordneter der Gemeinde Mandelbachtal, listete allein zwischen Oktober und November 2012 sieben Tage auf, an denen Eltern Fahrdienste für die betroffenen elf Kinder organisieren mussten. „Von betroffenen Eltern wurde die Saar-Pfalz-Bus GmbH mehrfach diesbezüglich telefonisch kontaktiert“, sagt Pfeiffer, der die Problematik nun im Gemeinderat behandeln will. Die Ansprechpartner der Saar-Pfalz- Bus GmbH hätten wiederholt behauptet, dass es noch keine Beschwerden über diese Linie gegeben habe.

Am 16. November teilt das Unternehmen mit, dass man trotz sorgfältiger Organisation nicht vollständig ausschließen könne, dass „wegen betrieblicher, verkehrlicher oder technischer Störungen in Einzelfällen die Fahrpläne nicht genau eingehalten und die Anschlüsse nicht hergestellt“ werden könnten.

Am 19. November schreibt Beschwerdemanager Balint Balassa: „Als kleine Entschädigung wurden mehreren Eltern die entstandenen PKW-Kosten bereits überwiesen. Um die Anschlüsse sicherzustellen, wurden bereits mehrere innerbetriebliche Maßnahmen getroffen.“ Die haben aber anscheinend nicht viel gebracht, denn Pfeiffer zufolge mussten auch am 22. und am 23. November die Eltern ihre Kinder abholen.

Einige Eltern haben nun nach vergeblichen Beschwerden bei der Saar-Pfalz-Bus GmbH das Innenministerium um Hilfe gebeten.

Dieses leitete den Fall an den Saarländischen Verkehrsverbund (SaarVV) weiter. Geschäftsführer Dieter Haag will die Probleme zum Thema der nächsten „Geschäftsführertagung des SaarVV machen und in großer Runde besprechen“, wie er sagt. Schließlich dürfe es eine solche Pannenserie nicht geben. „Die Kinder müssen sich auf uns verlassen können“, sagt er. Die genaue Zahl der Kundenbeschwerden im Saarland kennt der SaarVV allerdings nicht, da das Beschwerdemanagement nicht zentral, sondern von den einzelnen Busunternehmen gemanagt werde.

Mandelbachtals Bürgermeister Gerd Tussing (CDU) will das Thema nun im Rathaus zur Chefsache machen. Auch das Innenministerium fordert eine schnellstmögliche Klärung. bub

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