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Zoff um Container am Saarbrücker Landwehrplatz

Umstrittener Standort: Die Container am Landwehrplatz sind nicht nur wegen der obszönen Schmierereien ein Ärgernis, sondern auch
wegen des Lärms, den rücksichtslose Nutzer dort sogar mitten in der Nacht machen.

Umstrittener Standort: Die Container am Landwehrplatz sind nicht nur wegen der obszönen Schmierereien ein Ärgernis, sondern auch wegen des Lärms, den rücksichtslose Nutzer dort sogar mitten in der Nacht machen.

St. Johann. Motoren lärmen, Autotüren klappern, Stimmen schwirren durch die Dunkelheit. Nächtlicher Krach erzeugt um den Landwehrplatz wieder und wieder ein nervenzerfressendes Gemisch aus Wut und Hilflosigkeit.

„Warum stehen diese Dinger jetzt hier, wo sie so viel Lärm anziehen?“, fragt die Anwohnerin. Sie hat den Verdacht, dass jemand Beziehungen spielen ließ, um die Dinger aus seinem Wohnumfeld entfernen zu lassen – auf Kosten vieler anderer, die nun um den Schlaf gebracht sind. Stadtpressesprecher Thomas Blug erklärt, was es mit dem Umzug der Container, genauer genommen mit deren Rückkehr auf den Platz, auf sich hat.

Und er betont, dass das Ganze auf einem glasklaren, demokratischen Beschluss beruhe: „Der Bezirksrat hat am 14. Juni beschlossen, dass die Glascontainer wieder auf dem Landwehrplatz/ Ecke Bruchwiesenstraße stehen. Die Container waren im Zuge der Umgestaltung des Landwehrplatzes Richtung Max-Ophüls-Platz ,umgezogen’. Derzeit wird die Mauer des Theaters im Viertel saniert – deshalb der erneute Umzug.“ Der städtische Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) listete dem Bezirksrat mehrere Gründe auf, die aus seiner Sicht für den derzeitigen Standort sprechen: „sehr gute soziale Kontrolle, gute Erreichbarkeit, kein Wegfall von Stellplätzen, genug Fläche zur Entleerung der Container ohne den Verkehrsfluss zu behindern“. Auf SZ-Anfrage ergänzte der ZKE, es gebe über Saarbrücken verteilt 142 Standorte mit 341 sogenannten öffentlichen Depot-Papiercontainern. Der Entsorgungsbetrieb leert sie je nach Standort einmal täglich oder dreimal pro Woche.

Die Glascontainer betreut die Firma Paulus, wo es – Stichwort: Ferien – erst in Kürze Auskünfte über diesen Teil des Recyclings gibt. Deutlich, nämlich um immerhin 90, sank wegen der inzwischen rund 41 000 kostenlosen blauen Papiertonnen an den Häusern der Saarbrücker die Zahl der öffentlichen Container für Papier.

Der ZKE weist auf eine erfreuliche Nebenwirkung hin: Das habe auch die Menge des illegal hinterlassenen Mülls „erheblich reduziert“. Und: „Darüber hinaus gingen die Verschmutzungen der Containerstandorte durch daneben gelegtes Papier zurück, da weniger Kunden dort anliefern. Sie nutzen jetzt ihre blaue Tonne am Haus.“

Ihre Berechtigung hätten die öffentlichen Altpapiersammler trotz der blauen Tonnen: „Die Papiermengen, die über die Container erfasst werden, hatten sich 2011 im Vergleich zu 2010 um etwa elf Prozent erhöht; seitdem sind sie in etwa konstant.“ Was darin lande, gehöre dorthin. „Die Qualität des über die öffentlichen Container eingesammelten Papiers ist gut. Allgemein gibt es relativ wenige Fehlwürfe oder Müll“, heißt es vom ZKE. Apropos Abfall: „Das Entsorgen von Müll oder das Abstellen von Papier neben dem Container ist eine Ordnungswidrigkeit, die je nach Art und Umfang mit einem Bußgeld ab 25 Euro belegt werden kann. Das kann im Wiederholungsfall wesentlich mehr werden.“ Außerdem müsse jeder Rücksicht auf Anwohner nehmen und dürfe Container nur von 7 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 20 Uhr nutzen. An Sonn- und Feiertagen seien die Container tabu. Falls ein Behälter voll ist, sei das kein Grund, etwas danebenzuschmeißen. Der ZKE biete im Internet die Suchfunktion „Entsorgungs- Standorte“ für den nächsten Platz an. Für iPhones gebe es diese Funktion mit der „Saarbrücken-App“ zum kostenlosen Herunterladen.

 Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von einer Leser- Reporterin aus St. Johann. Wenn Sie Interessantes zu erzählen haben, wenden Sie sich per SMS/Fax an Telefon (06 81) 5 95 98 00 oder Mail an: leser- reporte@sol.de.

:: www.zke-sb.de

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