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Zoff um Gleitflieger in Steinbach: Gläubige fühlen sich gestört

Steinbach. Die Kapelle auf Höchsten ist das ganze Jahr über, vor allem aber in den Sommermonaten, für viele Menschen ein Ort der Stille und des Gebetes. Das soll auch so bleiben, meinen die Verantwortlichen des Kirchengemeinderates Steinbach-Dörsdorf (KGR). Doch die Ruhe werde immer mehr durch Gleitschirmflieger gestört, berichtet Rudi Fuchs vom Kirchengemeinderat der Pfarrei St. Aloysius Steinbach-Dörsdorf. Die Gleitschirmflieger sind seit März vergangenen Jahres im Besitz eines Mitbenutzungsvertrages für den Standortübungsplatz Lebach- Höll. Die Genehmigung erteilte die Bundeswehr bis auf Widerruf. In dem Vertrag sind die Nutzungszeiten sowie naturschutzrechtliche Vorgaben und Auflagen geregelt. Außerhalb der Ausbildungszeiten der Bundeswehr können die Gleitschirmjäger donnerstags ab 17 Uhr bis Sonnenuntergang und freitags bis sonntags ab zehn Uhr bis Sonnenuntergang das Gelände für ihre Starts und Landungen nutzen.

Sorge bereitet den KGR-Mitgliedern, dass durch die Lärmbelästigungen, die das monotone Brummen und Surren der Gleitschirme mit sich bringen, langfristig der in der Nähe liegende Wallfahrtsort Höchsten gefährdet werde. Der KGR hat an den Kommandeur der Lebacher Graf-Haeseler-Kaserne Lebach, Oberstleutnant Stefan Weber, geschrieben und diesen um eine Überprüfung der Entscheidung und um einen rechtshilfefähigen Bescheid gebeten. Das war Anfang Dezember. Eine Antwort steht noch aus. In ihrem Schreiben betonen die KGR-Mitglieder auch, dass in der Woche zwischen 80 und 120 Besucher den Wallfahrtsort aufsuchen.

Das Gotteshaus wurde 1928 errichtet. Dort findet auch jeden Sonntag ein Gottesdienst statt. Daneben sind in den Sommermonaten fast an jedem Wochenende besondere religiöse Feiern geplant. Einen weiteren Aspekt nennt Fuchs: Die Kapellenbesucher kommen zunehmend als Wanderer aus den umliegenden Orten. Sie würden nicht erst an der Kapelle mit den Motorengeräuschen konfrontiert, sondern bereits auf dem Weg zur Kapelle.

Bereits im Mai 2011 kam es zwischen den Gleitschirmflieger und Lebacher Jagdpächtern zum Streit. An der ehemaligen B 268 vor Tanneck nutzten die Gleitschirmflieger eine Wiese als Start- und Landeplatz und störten nach Ansicht der Jäger das Wild. Von Lebach verlagerten die Gleitschirmflieger ihren Start- und Landeplatz dann nach Steinbach.

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