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Zoff um Party-Müll am Überherrner Bahnhof

Überherrn. Lärmbelästigung und jede Menge Müll: Die Anwohner des Überherrner Marktplatzes ärgern sich. Jedes Wochenende ist der Platz am Bahnhof Treffpunkt für junge Menschen, die Party feiern und danach ihren Unrat hinterlassen. Zwar lässt die Gemeinde morgens den Müll beseitigen, aber das löst in den Augen der Bürger das Problem nicht. „Es ist unerträglich“, sagt Ortsvorsteher Dietmar Berrar.

Der Marktplatz mit dem angrenzenden Bahnhof ist seit der Ortskernsanierung ein schönes Aushängeschild für die Gemeinde Überherrn geworden. Allerdings zieht dieser große freie Platz vor allem an den Wochenenden junge Leute an. „Dann wird dort ausgiebig gefeiert“, sagt der erste Beigeordnete Guido Guldner. Mit den Anliegern habe es in der Vergangenheit bereits Gespräche gegeben, ihr Ärger über die Situation stößt auf großes Verständnis. Einen Wachdienst zu engagieren, wie gefordert, der am Wochenende den Marktplatz kontrolliert, sei mit Blick in die leere Haushaltskasse bisher nicht zu realisieren gewesen. „Wenn wir in Zukunft dort allerdings keine Ruhe bekommen, müssen wir uns das überlegen“, sagt Guldner.

Für einen Ordnungsdienst spricht sich der Ortsvorsteher aus. „Wenigstens für freitags und samstags“, sagt er. Es seien vor allem zwei Gruppen, die am Wochenende auf dem Marktplatz auffielen. Einmal seien es junge Menschen aus Frankreich, dann eine Gruppe Deutsch-Russen. Die angrenzende Diskothek arbeite mit Sicherheitsleuten. „Die kennen ihre Pappenheimer und lassen diese Gruppen erst gar nicht rein“, sagt Berrar. Kommt es zu Ruhestörungen, riefen die Anwohner oftmals beim Ortsvorsteher an. „Auch mal mitten in der Nacht“, sagt Berrar. Die Gemeinde habe mit der Polizei vereinbart, vermehrt Streifen einzusetzen, gegebenenfalls Personalien von Jugendlichen aufzunehmen. Jürgen Becker, Leiter der zuständigen Polizeiinspektion Bous, bestätigt die Absprache. „Wir behalten den Marktplatz im Auge. Er ist für uns ein Streifenschwerpunkt“, sagt Becker.

Allerdings ließe sich der Ort nicht die ganze Nacht lang kontrollieren. „Eine Dauerüberwachung ist nicht möglich, dazu fehlt uns das Personal“, erklärt Becker. Schließlich gebe es in ihrem Zuständigkeitsbereich mehrere Treffpunkte für Jugendliche, die vor allem am Wochenende kontrolliert werden müssen. Was Überherrn betrifft, habe Becker seit dem Grenzlandfest keine Beschwerden von Anwohnern mehr bekommen. „Das liegt vielleicht an der Witterung“, meint er. Den Marktplatz sperren zu lassen oder Platzverweise auszusprechen sei von der Rechtslage her schwierig. Becker hat mit der Gemeinde Maßnahmen besprochen, die vielleicht zu einer Verbesserung der Situation führen könnten.

Eine Möglichkeit, den Treffpunkt uninteressant zu machen, sei, wenn der Bahnsteig nachts verdunkelt werde. Momentan ist er noch beleuchtet. Mülleimer aufstellen, Schilder anbringen, mit dem Hinweis, dass illegale Müllentsorgung eine Ordnungswidrigkeit darstellt, sind weitere Möglichkeiten.

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