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Zoff um Ziegenhof landet vor Gericht

Saarlouis/Merzig. Aber als der erweitert werden sollte, zogen sie vor das Saarlouiser Verwaltungsgericht. Wie viel Landwirtschaft darf in einem Dorf, das früher einst Bauerndorf war, noch betrieben werden? Mit dieser Frage mussten sich die Saarlouiser Richter beschäftigen. Der Ziegenhof war bereits Anfang der 90er Jahre gegründet worden - als Freizeitbeschäftigung. Streit mit den Nachbarn kam aktuell auf, als die Tierbesitzer kürzlich eine Garage als Milchküche und einen Schuppen zum Teil als Hofladen nutzen wollten. Die Ziegen schienen nicht mehr in die Zeit zu passen.

Denn bis auf ein paar Pferde, Gänse, Enten und Hühner werden keine Nutztiere mehr im Ort gehalten. Die Nachbarn zogen gegen die vom Landkreis genehmigten Nutzungsänderungen vor Gericht. Doch das brachte ihnen nicht den gewünschten Erfolg. Denn, so das Gericht: So lange der Ort zumindest optisch noch von den Gebäuden ehemaliger Höfe geprägt ist, sei ein Gebiet eigener Prägung entstanden, eine Mischform. Diese sei auch durch die frühere bäuerliche Kultur geprägt. Ein Ziegenhof sei dort kein Fremdkörper. Nachbarn könnten sich deshalb gegen neue Baugenehmigungen nur dann wehren, wenn das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme verletzt sei. Genau dieses sei hier nicht der Fall. Insbesondere deshalb nicht, weil die Nachbarn frühere Genehmigungen hingenommen hätten. So habe der Ziegenhof Anspruch auf Bestandsschutz.

Der umfasse auch Nutzungsänderungen von vorhandenen Gebäuden, sofern diese sich im Rahmen des Betriebes halten und die Nachbarn nicht über Gebühr belasten. szn/up
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