L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Zoff um Zweibrücker Stadtfest: War Gitte zu teuer?

Zweibrücken. Ob Gitte es geahnt hat? „Das kommt davon“, lautet der Titel eines Liedes, den die dänische Sängerin 1961 veröffentlichte. „Das kommt davon“ – das könnte Gitte auch 2012 singen, wenn sie auf ihren diesjährigen Auftritt beim Stadtfest (Fotoshow: Zweibrücker Stadtfest 2012) zurückblickt.

Kaum ist dieser vergangen, sorgt er auch schon für Diskussionsstoff. Jürgen Kroh, Mitglied der CDU im Stadtrat, stößt sich nämlich an der Höhe der Gage, die Gitte für ihr Gastspiel in der Rosenstadt erhielt. „Nach mir vorliegenden, zuverlässigen Informationen gab die Stadt für Gitte gut die Hälfte des Budgets, das ihr für die Stadtfest-Künstler zur Verfügung steht, aus“, erklärt Kroh im Gespräch mit unserer Zeitung. Da dieses Budget rund 25 000 Euro beträgt, macht das für Gitte rund 12 500 Euro Gage für ihren gut einstündigen Auftritt.

Viel Geld. Für Kroh zu viel. „An allen Ecken und Enden muss sich die Stadt vor dem Hintergrund des Kommunalen Entschuldungsfonds Gedanken darüber machen, wo sie sparen kann. Und dann so viel Geld für eine Künstlerin?“ Dem CDUPolitiker ist es wichtig, hinzuweisen, dass er keine Stadtfest- Spaß-Bremse sein will. „Ich bin ein Befürworter des Stadtfestes. Und zwar eines jährlich stattfindenden Stadtfestes“, erklärt er mit Blick auf Überlegungen, ob das Stadtfest nur noch alle zwei Jahre gefeiert werden sollte.

Hintergrund: Das Stadtfest macht jedes Jahr rund 30 000 Euro Miese (wir berichteten am 5. Juli). Da sei es wichtig, sich darüber Gedanken zu machen, ob es künftig noch erstrebenswert sei, fünfstellige Beträge für Stargäste hinzublättern. „Kommen die Leute wirklich wegen Künstlern wie Gitte? Oder nicht etwa, weil es das Stadtfest ist?“, fragt Kroh. Ihn verwundert auch, dass Gitte Sonntagsabends, um 22 Uhr, auftrat. „Der Sonntag ist der schwächste Tag des Stadtfestes. Viele Besucher bleiben dann nicht so lange, weil sie am nächsten Tag wieder früh aufstehen müssen. Ich kann ja verstehen, wenn ein solcher Künstler nicht freitags oder samstags auftritt. Da ist sowieso genug los. Wenn es schon der Sonntag sein muss, dann aber doch nicht so spät!“

Unmut zeigt Kroh auch darüber, dass die Verwaltung seine Anfrage, wie viel Gitte erhielt, nicht beantworten wollte, mit dem Hinweis darauf, diese Daten seien geheim, da individuell mit der Künstlerin vereinbart. „Intransparent“, rügt Kroh diese Geheimhaltung. Um vor dem Hintergrund des Spardrucks solche Auftritte zu befürworten oder abzulehnen, müsse mehr Transparenz her. Kroh erklärt, das Thema Künstler und ihre Gagen innerhalb der CDU zur Sprache bringen zu wollen. Stadtsprecher Heinz Braun erklärte gestern zur Kritik von Kroh: „Das ist die Meinung eines Stadtrat-Mitgliedes. Kommentieren möchte ich das nicht.“ Bezüglich der Gage für Gitte sagte Braun, dazu könne er nichts sagen, weil es sich um vertrauliche Daten handele, die die Stadt und Gitte beträfen.
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