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Zoll setzt mobile Röntgeneinheit ein

Dillingen. Seit einem Vierteljahrhundert ist Guy Giarelli (55) mit seinem Lastwagen quer durch Europa unterwegs. Gestern brachte der Belgier mit seinem Sattelzug einen Container vom Hafen in Antwerpen nach Saargemünd. Am Dillinger Hafen musste er eine Zwangspause einlegen. Ein Streifenwagen der Mobilen Kontrolleinheit des Saarbrücker Hauptzollamtes hatte den Transporter von der Autobahn A 8 dorthin gelotst und zur Röntgendiagnose gebeten. Erstmals kam im Saarland bei einer Großkontrolle von Zoll und Polizei eine mobile Röntgeneinheit zum Einsatz. Auch für Lkw-Fahrer Giarelli war dies eine Premiere. So erfuhr er gestern auch, was genau er in dem verplombten Container transportierte: Metallteile für die Automobilindustrie. Schmuggelgut hatte er nicht versteckt.

Drogen-, Zigaretten- und Waffenschmuggler haben die Zöllner im Visier. Insbesondere Transit-Transporter, die vom Balkan in Richtung Frankreich, Niederlande und Belgien im Saarland unterwegs sind, weckten das Interesse von Claus Scherer und seinen 16 Kollegen der Mobilen Kontrollgruppe. Die grün-weißen Zollautos streiften gestern auf der A 620 und der A 8 in beiden Fahrtrichtungen. Lkw, die in ein bestimmtes Raster passten, wurden bei der so genannten Schlepp-Kontrolle zum Dillinger Hafen geleitet. Dort hatten Frank Jansen und seine drei Kollegen das mobile Röntgengerät, das beim Hauptzollamt Köln stationiert ist, aufgebaut. Die zu überprüfenden Transporter mussten neben der Anlage geparkt werden. Sobald der Fahrer in einem strahlensicheren Bereich war, fuhr ein großer Detektorarm an dem Lkw samt Anhänger oder Auflieger vorbei. Nach diesem Scan-Vorgang wertete ein speziell geschulter Beamter die Aufnahmen aus. Ein Schmuggel-Transporter fiel gestern in Dillingen nicht auf. Allerdings wurden nach Angaben von Pressesprecherin Diana Weis bei der Premiere nur 25 Lkw geröntgt. Erstes Ziel der Großkontrolle war es, die neue Technik kennen zu lernen und zu präsentieren. Die Anlage werde künftig im Saarland mehrmals im Jahr eingesetzt. Das Zoll-Spezialfahrzeug ist erst seit September unterwegs. Ein dicker Fisch ging der Besatzung vor wenigen Wochen bei Bonn ins Netz: Zwischen den Achsen eines iranischen Lkws waren 20 Kilo Opium versteckt.

Den Zollbeamten aufgefallen ist gestern in Dillingen ein Lastwagen mit einem illegalen Zusatztank. Und die Schwerlastexperten vom zentralen Verkehrsdienst der Polizei ahndeten bei dieser Gelegenheit acht Verstöße gegen Lade- und Lenkzeitvorschriften.
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