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Zu Besuch bei einem Saarbrücker Eishersteller und –verkäufer

Saarbrücken. „Die Leute probieren alles, aber am Ende bleiben sie, was Eis betrifft, bei den Klassikern. Vanille ist mit großem Abstand die Nummer eins.“ Das sagt einer, der es wissen muss: Dario Da Ren, Eisverkäufer aus Saarbrücken. Zusammen mit seinem Neffen betreibt der 64-Jährige das Eiscafé „Capri“ in der Eisenbahnstraße. Die Saarbrücker Zeitung durfte ihm bei der Herstellung von Eis einmal genau über die Schulter schauen.

Bereits um fünf Uhr morgens beginnt sein Arbeitstag. „Ich habe noch nie einen Wecker benutzt“, sagt Dario Da Ren und grinst. Seine innere Uhr funktioniere prima. „Die Milch für das Milcheis muss zunächst einmal pasteurisiert werden“, erklärt er. Mit diesen Worten schnappt er sich einen großen Beutel Milch und schüttet ihn in den Pasteurisierer, eine große Maschine im Untergeschoss der Eisdiele. Dort steht Da Ren beinahe täglich und stellt den Stoff her, aus dem nicht nur Kinderträume sind. „Für Schokoladeneis benötigt man Kakao, Zucker, Eier und Milch“, sagt Da Ren und holt mit flinken Griffen eine Palette mit Eiern. Dabei verrät er mit einem Lächeln, dass Schokolade sein Lieblingseis sei.



Da Ren schlägt die Eier auf und gibt sie in einen Eimer. Dann kommen der Kakao und etwas Milch hinzu. „Wenn mein Neffe das macht, muss ich aufpassen. Dann ist nämlich überall Kakao“, sagt er mit einem Augenzwinkern.  Immer mit einem Lächeln und einer Anekdote auf den Lippen hantiert Da Ren mit den Zutaten und holt schließlich den elektrischen Rührbesen.

Die Griffe sitzen nicht ohne Grund so gut. Bereits seit 49 Jahren verkauft er Eis. Während er spricht, nimmt er eine große Packung Zucker und schüttet diesen in einen Eimer. Dann gibt er den Inhalt in den Pasteurisierer und fügt eine geschälte Zitronenschale hinzu. „Jetzt läuft es von allein“, erklärt er mit einem Schmunzeln und stellt das Gerät auf die gewünschte Temperatur. Um die Zeit zu nutzen, die die Maschine benötigt, um den Inhalt zu erhitzen, macht Dario Da Ren sich nun an die Herstellung von Erdbeereis. Dazu nimmt er einen Eimer mit Erdbeeren und Zucker und schüttet diese in einen Mixer. „Das geht schnell, was“, fragt er lachend. Nun kommt die Fruchtmasse in eine Gefriermaschine. „Eis hat kein Geheimrezept. Man benötigt nur Zeit und Lust“, betont der Eisverkäufer. Auch wenn jeder natürlich kleine Geheimtipps kenne, die er nicht verrate.



Nach zirka fünf bis sechs Minuten ist das Fruchteis fertig und kann mit einem Spachtel entnommen werden. Anschließend säubert er die Maschine. Auch zwischen den einzelnen Arbeitsschritten wird das Arbeitsmaterial stets genau gesäubert und der Boden öfter mal durchgewischt. Sauberkeit ist eben wichtig. Das hat Da Ren früh gelernt. „Mein erster Chef war sehr penibel“, erklärt er.

Endlich ist der Pasteurisierer fertig und wird entleert. Den Inhalt verteilt Da Ren in zwei Eimer. In den einen gibt er Pistazienpaste, in den anderen Haselnusspaste und rührt beides um. Anschließend kommt die Masse nacheinander in die Gefriermaschine. Dass die Maschine zwischendurch wieder gesäubert wird, versteht sich von selbst. Nach ein paar Minuten ist es fertig: Das Pistazienund das Haselnusseis. Nun heißt es: Ab in die Gefriertruhe – bis es von begeisterten Naschkatzen verspeist wird.
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