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Zu guter Letzt: 76 legendäre Minuten schreiben Geschichte

Es ist Mittwoch, der 1. April 1998. Um 20.45 Uhr soll im legendären Stadion von Madrid, dem Santiago Bernabéu, das Hinspiel im Champions-League-Halbfinale zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund losgehen.

Dortmund ist Titelverteidiger, die Madrilenen haben schon Weltstars wie Roberto Carlos oder Raúl in ihren Reihen. Alles sieht also nach einem spannenden Spiel aus. Bis spanische Fans den Schutzzaun hinter einem der Tore erklimmen. Der Zaun knickt um und reißt das daran befestigte Tor um.
 

Real hat kein Ersatztor auf Lager, auf dem Rasen wird es hektisch. Der Schiedsrichter schickt die Mannschaften wieder in die Kabine, während RTL, das damals übertrug, am liebsten in die Werbung gehen möchte. Doch der Sender ist sich nicht sicher, ob sie das dürfen - so vollkommen ungeplant. Also lassen sie Marcel Reif und Günther Jauch die Szenen auf dem Feld kommentieren. Was folgt, ist ein Stück deutscher Fernsehgeschichte.

   

Die Beiden ernten mit ihrem Kommentar Topquoten. Während der 76 Minuten Unterbrechung schauen zu Spitzenzeiten 12,76 Millionen Menschen zu. Das eigentliche Spiel sehen danach nur noch sechs Millionen. Jauch und Reif werden später mit dem Bayrischen Fernsehpreis ausgezeichnet und ernten eine Nominierung für den Adolf-Grimme-Preis. «Noch nie hätte ein Tor einem Spiel so gut getan.»

«Zwei Handballtore nebeneinander. Ginge das?»

«Jo, ich dachte, wir könnten jetzt so bisschen Fußball gucken, so im Halbfinale der Champions League. Bis jetzt erleben wir hier nur einen Heimwerkerkurs.»

Ach ja, das Spiel geht 2:0 für Madrid aus. Heute erinnern sich nur noch die wenigsten an das Spiel, der Kommentar jedoch bleibt legendär.
 

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