Saarland, Saarbrücken, B 41, Metzer Straße, in Höhe Dr. Vogeler Straße, Vollsperrung nach Verkehrsunfall (21:02)

B41

Priorität: Normal

13°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
13°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Zu viele Schwalben am Saarbrücker Flughafen

Saarbrücken. Rund um den Ensheimer Flughafen herrscht reger Flugbetrieb mit hunderten Starts und Landungen rund um den Tower: Die Rede ist aber nicht von den großen Maschinen der Urlauber, sondern von Schwalben, die für die Mitarbeiter des Airports inzwischen zu einer Last geworden sind.

Roman Grethel, der Vorstand für Verkehr und Technik des Flughafens, gibt das unumwunden zu. Die Tiere seien zwar schön anzusehen, wenn sie den Mücken rund um den Tower hinterherjagen, das Personal leide aber unter den unzähligen Nestern. Das Verwaltungsgebäude sei auf einer Front von 60 Metern mit Schwalbennestern gepflastert, rund um den Tower seien auf den Dachüberständen überall Schwalbenfamilien zu Hause. Das Problem: Die Schwalben halten ihre Nester sauber und machen ihre Exkremente über den Rand. Unter jedem Nest türmt sich Vogelkot, brisant ist das über den Personaleingängen, wo schon mancher Pilot auf seiner Jacke weiße Häufchen fand. In der Kurzparkzone würden die Autos in Mitleidenschaft gezogen, sagt Grethel. Die Ensheimer Towerschwalben sind für ihn zum Problem geworden, das er gerne eindämmen würde.

„Seit Jahren geht das schon so. Jetzt haben wir über den Türen zum Gebäude wenigstens Bretter montiert, die den Vogelkot auffangen“, berichtet der Flughafenchef. Das Problem sei damit aber nicht gelöst. Inzwischen rieselt der Kot auch von den Brettern. Die Schwalbennester über den Eingängen zu entfernen, sei noch nie genehmigt worden. Die Tiere stünden unter Schutz. „Für die Sicherheit des Flugbetriebs sind die Tiere kein Thema“, fügt er an. Die Schwalben seien im Bereich des Flugfeldes nie zu sehen und würden dort daher auch keinen Vogelschlag bei startenden oder landenden Maschinen verursachen können.

Das wäre aber die einzige Begründung, mit der man die Zahl der Nester reduzieren könnte. Daher sei anzunehmen, dass man weiter mit den Tieren leben müsse. „Die Nester ziehen auch noch Hunderte kleiner Mücken an“, schildert Grethel. Im Obergeschoss könne man daher kaum ein Fenster öffnen. Daher wolle man nochmals einen Vorstoß wagen, die Zahl der Schwalbennester wenigstens reduzieren zu dürfen. Große Hoffnungen macht er sich da aber nicht. Frank Bredel
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein