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Zu wenig Wächter im Saarbrücker Knast

Saarbrücken. Der Bund der saarländischen Justizbeschäftigten (BSJ) funkt SOS aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Saarbrücken. In der Fachzeitschrift Der Vollzugsdienst heißt es: „Hilferuf aus der JVA Saarbrücken“.

Helmut Bettscheider, Vorsitzender der Gewerkschaft Strafvollzug im Saarland, sagte gegenüber der Saarbrücker Zeitung, derzeit seien rund 30 Stellen im Wachdienst nicht besetzt. Und die Zahl werde in absehbarer Zeit weiter steigen. Der Gewerkschaftschef: „Hier ist Hilfe unbedingt erforderlich, bevor der Dienstbetrieb einen Kollaps erleidet.“ Ein Grund für die Personalnot hinter Gittern ist nach Ansicht von Bettscheider, dass „zu wenig geeignete Bewerber für den uniformierten Dienst im Strafvollzug gefunden werden. Viele Bewerber scheiterten in den Aufnahmetests, insbesondere bei der Sportprüfung.“ Die Bewerber sind einfach nicht fit genug.

Justizstaatssekretär Wolfgang Schild (CDU) weist die Kritik Bettscheiders zurück: „Im bundesweiten Vergleich stehen wir hervorragend da.“ Der Dienstbetrieb sei gesichert. Personalausfälle würden zeitnah ausgeglichen. Im mittleren Vollzugsdienst verfüge die JVA auf dem Lerchesflur über 217 Planstellen. Wegen Elternzeit, Abordnungen und Dienstunfähigkeit, stünden aktuell nur 12,5 Stellen nicht zur Verfügung. Zudem werden 15 weitere Beschäftigte zur Sicherung der Baustelle für den Neubau eines Hafthauses eingesetzt.

Außerdem sollen zum 1. März etwa zehn bis zwölf neue Beschäftigte für den Vollzugsdienst eingestellt werden. 67 Personen haben sich für die Jobs beworben. 45 von ihnen sind aber schon an der ersten Hürde gescheitert: Sie haben die schriftliche Aufnahmeprüfung nicht bestanden. Mitte des Monats sollen die restlichen Bewerber zu persönlichen Vorstellungsgesprächen und anschließendem Sporttest eingeladen werden. Schild: „Nach den bisherigen Erfahrungen scheitern eine hohe Zahl von Bewerbern am Sporttest und insbesondere beim Vorstellungsgespräch.“ szn/dög


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