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Zug ist schon in St. Wendel völlig überfüllt

Von SZ-Redakteur Matthias Zimmermann

St. Wendel. Lediglich zwei Wagen – das ist für die vielen Berufspendler und Schüler von St. Wendel in Richtung Saarbrücken zu wenig. Doch diese erdrückende Erfahrung mussten SZ-Leser gleich mehrmals machen. Und zwar während der Fahrt mit jener Bahn, die wochentags um 6.17.Uhr in der Kreisstadt losfährt.

„Der Zug war brechend voll.“ Mehrmals sei das so gewesen. Ein Kontrolleur sei gar nicht erst durchgekommen, berichtet ein Betroffener. „Wir konnten wenigstens nicht umfallen“, schilderte er sarkastisch.

Michael Buschauer aus St..Wendel pflichtet dem Leidensgenossen bei: „Es ist unerträglich. Wir stehen regelmäßig so dicht im Zug, dass ich noch nicht einmal mit der Hand mir den Schweiß aus dem Gesicht wischen kann.“ Einmal habe er auf die Fahrt verzichtet, weil der Wagen völlig überfüllt war. Stattdessen machte er ein Foto von dieser unzumutbaren Situation.

Ein Unternehmenssprecher der Deutschen Bahn (DB) in Frankfurt/Main, gestand das Problem ein: „Leider können wir zurzeit nicht immer den gewohnten Platz in den Zügen bieten.“ Grund dafür: Der Konzern habe momentan nicht genug Waggons auf dieser Strecke zur Verfügung. Und wie so oft sei nicht nur eine Panne dafür ausschlaggebend. Demnach fehlten zum einen Fahrzeuge nach einem Unfall an einem Bahnübergang. Dort sei ein Zug gegen einen Baum gekracht und deshalb aus dem Verkehr gezogen worden. Damit nicht genug – zum anderen erklärte der Bahnsprecher: „Schon lange bestellte Neufahrzeuge konnten von der Bahnindustrie wegen fehlender Zulassung bislang nicht ausgeliefert werden.“ Warum diese Genehmigungen noch nicht vorliegen, sagte er nicht.

Dann machten auch noch ältere von der DB eingesetzte Triebwagen Schwierigkeiten. Häufigere und längere Aufenthalte in Werkstätten seien die Folge. So müssten Mechaniker zusätzlich darauf warten, bis Ersatzteile geliefert werden.

Wegen dieser angespannten Lage kündigt der Sprecher an: „Wir versuchen, Fahrzeuge aus anderen Regionen zu bekommen.“ Gleichzeitig bittet er die Kunden noch um Geduld. Erst vor kurzem hatten dauerhafte Verspätungen auf der Strecke zwischen Türkismühle und Saarbrücken für Ärger gesorgt. Unter anderem Auslöser: eine Baustelle auf rheinland-pfälzischer Seite der Strecke (wir berichteten).


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