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Zugstrecke durch Sulzbachtal gesperrt

Zugstrecke durch Sulzbachtal gesperrt: Ersatzbusse sind länger unterwegs (Symbolbild)

Zugstrecke durch Sulzbachtal gesperrt: Ersatzbusse sind länger unterwegs (Symbolbild)

Dudweiler/Friedrichsthal. Für die sonst etwa 20-minütige Fahrt zwischen Dudweiler und Neunkirchen benötigt man mit dem Schienenersatzbus, wie ein Test der Saarbrücker Zeitung am Montagnachmittag ergab, jetzt eine knappe Dreiviertelstunde. Die Fahrzeiten der Busse stimmen nämlich nicht mit denen der Züge überein. Die Fahrpläne, die an den Bushaltestellen informieren, sind zudem recht klein gedruckt und hängen nicht immer in Augenhöhe.

In Dudweiler waren die Pläne für die Strecke nach Saarbrücken beziehungsweise Neunkirchen sogar vertauscht. Betroffene sollten sich also rechtzeitig über die Abfahrtszeiten informieren.

„In Dudweiler kommt der Ersatzbus eigentlich immer mit Verspätung an“, berichtet Student Benjamin Werth der Saarbrücker Zeitung. Er benutzt den Bus mehrmals die Woche, um von der Uni nach Landsweiler- Reden zu gelangen. „Bis Neunkirchen hat er die Zeit aber meistens wieder rausgefahren“, erzählt er. Für Werth ist die längere Fahrzeit vor allem wegen der längeren Umsteigezeiten problematisch.

Auch für Doris Bäule, die täglich auf den Bus angewiesen ist, bedeutet die längere Fahrzeit, dass sie sich morgens eine Stunde früher auf den Weg zur Arbeit machen muss. Sie ist froh, wenn sie die Strecke zwischen Bildstock und Saarbrücken wieder mit dem Zug fahren kann. „Auch wenn die Busfahrt noch recht angenehm ist, ist der Zeitaufwand sehr groß.“

Die Ersatzbusse werden zwar viel genutzt, sind aber nicht überfüllt. „Die Stunde Fahrzeit zwischen Saarbrücken und Neunkirchen geht auch rasend schnell vorbei“, verspricht Busfahrerin Pia Henrichs. Wegen der wenigen Haltestellen, die angefahren werden müssen, sei die Fahrt mit dem Schienenersatzverkehr angenehmer als mit dem Regionalbus. „Trotzdem gibt es immer mal wieder Leute, die über die längere Fahrzeit verärgert sind“, erzählt die Busfahrerin, „auch wenn die Umbaumaßnahmen ihrer Sicherheit dienen“.

Vor allem fällt aber die Unsicherheit der Busfahrenden auf. Immer wieder wird die Busfahrerin gefragt, ob noch Züge nach Saarbrücken fahren. Viele fühlen sich über den Zugausfall und den eingerichteten Schienenersatzverkehr nicht ausreichend informiert. Dafür geben die Busfahrer dann freundlich Auskunft. „Vor allem am Anfang war das schlimm“, erklärt Busfahrerin Henrichs, „die Leute waren einfach gar nicht informiert und wussten auch nicht, an wen sie sich wenden sollen. Viele sind zu den Fahrkartenschaltern in den Bahnhöfen gegangen, dort konnte ihnen aber nicht weiterhelfen werden. Dafür hätten sie an die Informationsschalter gemusst.“

Damit die Leute die von den Zügen kommen den Bus nicht verpassen, warten die Busse in Neunkirchen, laut Pia Henrichs, fünf Minuten länger als die Abfahrtszeit vorgibt. „Vor allem für Reisende, die von weiter herkommen, kann das problematisch sein“, sagt Henrichs. Die Betroffenen sollten auf jeden Fall einen ausreichenden Zeitpuffer mitbringen. „Im Berufsverkehr ist es oftmals schwierig, den Bahnhof in Saarbrücken anzufahren“, erklärt die Busfahrerin, „vor allem dann sollte man genügend Zeit einplanen“.

Aber zumindest bei den Fahrkarten bleibt alles beim Alten. Die Fahrausweise der Züge behalten auch über die weitere Strecke mit dem Bus ihre Gültigkeit. Die Tarife sind dieselben.
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