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Zukunft des Freibads Oberthal ungewiss

Der Geldhahn fürs Oberthaler Freibad bleibt zu.

Der Geldhahn fürs Oberthaler Freibad bleibt zu.

Oberthal. „Der Besuch in unserem Freibad war in diesem Sommer so gering wie noch nie. Das liegt nicht nur am regnerischen Monat August, oder der zeitweisen Schließung durch den Chlorgasalarm.“ Diese Bilanz zieht Bürgermeister Stephan Rausch im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung. Gerade wegen der Diskussion über die Zukunft des Bades, habe er auf eine stärkere Besucherfrequenz gehofft. Eine Art Unterstützung durch stärkeren Besuch. Denn viele Bürger hätten sich für den Erhalt des Bades ausgesprochen.

8100 Badbesucher hat die Gemeinde laut Rausch in diesem Sommer gezählt. Das seien im Schnitt 92 Besucher am Tag gewesen. Was den Bürgermeister besonders nachdenklich stimmt: Selbst an den heißesten Tagen im Juli waren es maximal 450 Gäste, deutlich weniger als in früheren Jahren.

Dem stehen erhebliche Ausgaben gegenüber. Bürgermeister Stephan Rausch rechnet mit mindestens 150 000 Euro Verlust. Zurzeit ist die Verwaltung dabei, die exakten Zahlen zu ermitteln. Deutlich mehr als 30 000 Euro musste die Gemeinde ausgeben, damit der Badbetrieb noch einmal anlaufen konnte. Zahlreiche Arbeitsstunden haben die Bauhofmitarbeiter hier absolviert.

Unterdessen hat der Bürgermeister im Verlaufe des Sommers Gespräche mit verschiedenen Ministerien und dem Landkreis geführt, um herauszufinden, ob diese die Sanierung oder den Neubau des Bades bezuschussen. Damit hatte ihn der Gemeinderat in seiner Sitzung Anfang Mai beauftragt. Nur dann wäre eine Badsanierung finanziell zu stemmen.



Auflagen eingehalten

Das Ergebnis war zu erwarten. In den bisherigen Gespräch mit verschiedenen Ministerien sei keine Bezuschussung in Aussicht gestellt worden, so Rausch im SZ-Gespräch. Das Land selbst müsse im kommenden Jahr 100 Millionen Euro einsparen. Die Richtlinien des Landkreises sähen keine Bezuschussung vor, der Landkreis wolle sich aber im Sinne einer Gleichbehandlung für eine Unterstützung einsetzen.

„Damit werden eine Sanierung oder ein Neubau schwierig“, so das Fazit des Bürgermeisters. Die grundlegende Sanierung des Bades würde 2,9 Millionen Euro kosten, ein Neubau 3,3 Millionen Euro. Wie es weitergeht, darüber wird der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 4. November, beraten.

Kleiner Lichtblick: Man habe die Auflagen des Gesundheitsamtes für den Badbetrieb einhalten können. „Die Wasserqualität stimmt“, sagt der Bürgermeister. „Ich hoffe, dass wir diese Wasserqualität auch 2011 hinbekommen.“ Damit könnte das Bad auch im kommenden Jahr ohne größere Sanierungsarbeiten noch einmal öffnen. Aber niemand weiß wie lange. So schränkt der Bürgermeister ein: „Die veraltete Anlage kann von heute auf morgen kaputt gehen“. Solange das Bad trotz der veralteten Technik die Hygieneanforderungen erfüllt, kann es offen bleiben. Es gilt dann Bestandsschutz. Sobald aber größere Sanierungsarbeiten notwendig sind, gilt zwingend der neueste Stand der Technik. Und diese machen die Sanierungs-Investitionen von 2,9 Millionen Euro notwendig. Diese Summe übersteigt den jährlichen Investitionshaushalt der Gemeinde um das Fünffache.
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