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Zukunftsstudie: St. Wendel ist im Saarland top

Die besten Saar-Perspektiven bietet der Kreis St. Wendel. Das hat die die Denkfabrik Prognos ermittelt.

Die besten Saar-Perspektiven bietet der Kreis St. Wendel. Das hat die die Denkfabrik Prognos ermittelt.

Saarbrücken. Alle drei Jahre ermittelt Prognos anhand von 29 Kriterien im Auftrag des „Handelsblatt“ einen „Zukunftsatlas“, der die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit aller deutschen Städte und Kreise vergleicht. Untersucht werden unter anderem die Entwicklung der Konjunktur und Arbeitsplätze, die Innovationskraft, die demografische Entwicklung, die lokale Infastruktur und das Brutto-Inlandsprodukt.

Saarland nur im unteren Mittelfeld

Im jüngsten Vergleich aller 412 Städte und Kreise Deutschlands findet sich das Saarland nur im unteren Mittelfeld wieder. Auffallend verschlechtert in nahezu allen Kriterien gegenüber den letzen Untersuchungen 2007 und 2004 hat sich der Kreis Neunkirchen. Er lag 2010 nur noch auf Rang 339. Zum Vergleich: 2004 konnte noch Rang 252 erreicht werden. Peter Kaiser, Projektleiter des „Zukunftsatlas“ bei Prognos betonte gestern gegenüber unserer Zeitung, der Kreis Neunkirchen sei in den vergangenen Jahren „in allen Bereichen abgesackt. Außer im Bereich der demografischen Entwicklung. Da schnitt Neunkirchen im Vergleich zu den anderen Städten und Kreisen immer schon schlecht ab.“

Lage an der Saar fast allen Regionen verschlechtert

Die Auswertung aller Kriterien für den „Zukunftsatlas“ habe ergeben, dass das Saarland im Vergleich der Regionen in seiner dynamischen Entwicklung noch deutlich zulegen müsse. Das zeige alleine schon die Entwicklung am Arbeitsmarkt. So hat sich die Lage an der Saar im Vergleich zum Bundestrend nach Angaben von Kaiser in fast allen Regionen verschlechtert. Der Kreis St. Wendel bilde jedoch bei der Entwicklung der Beschäftigung eine positive Ausnahme. Während diese in Deutschland von 2005 bis 2009 im Schnitt um 4,9 Prozent zugenommen hat, übertreffe an der Saar nur der Kreis St. Wendel diesen Wert mit einem Plus von sechs Prozent. Prognos-Projektleiter Kaiser räumt dem Kreis St. Wendel sogar ein, nicht mehr weit entfernt zu sein vom Ziel der Vollbeschäftigung.

 Kreis Neunkirchen auf Rang 386 von 412

Die Kreise Merzig-Wadern, Saarlouis, der Saarpfalz-Kreis und der Regionalverband Saarbrücken bleiben dagegen deutlich hinter dem Bundesschnitt zurück. Deshalb erreiche der Kreis Neunkirchen alleine schon bei einem bundesweiten Vergleich der Beschäftigungs-Entwicklung nur Rang 386 von 412 untersuchten Kreisen und Städten. Der Kreis St. Wendel nimmt hier Rang 154 ein.

Nachholbedarf sieht Prognos an der Saar auch bei den Perspektiven für Beschäftigte, die im Bereich Forschung und Entwicklung in Unternehmen tätig sind. Hier schneide der Regionalverband Saarbrücken noch relativ gut ab. Auch die Zahl der Beschäftigten ist im Vergleich zu den letzten Untersuchungen etwas gestiegen, übrigens auch im Kreis St. Wendel. Eine leichte Abwanderung von Arbeitskräften in diesem Bereich müssen jedoch die Kreise Neunkirchen, Saarlouis und der Saarpfalz-Kreis verkraften.

Rückzug vom Land in die Stadt

Deutlichen Nachholbedarf in allen saarländischen Regionen sieht Prognos bei der Zahl der Unternehmensgründungen. Hier schwanken die Plazierungen im Bundesvergleich zwischen Rang 273 für den Regionalverband Saarbrücken und Rang 408 für den Landkreis St. Wendel. Am meisten schade den Entwicklungsmöglichkeiten des Saarlandes die schlechte demografische Entwicklung. Allerdings sieht Prognos in Deutschland einen Trend zum Rückzug vom Land in die Stadt. Hier könnten sich saarländische Städte durch ein attraktives Dienstleistungs- und Wohnangebot profilieren.

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