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Zum Jahreswechsel: Vom Weiher aus den Warndt erkunden

Winter-Romantik: Der Warndtweiher in Ludweiler am Montagmorgen im Schnee.

Winter-Romantik: Der Warndtweiher in Ludweiler am Montagmorgen im Schnee.

Wo Landesfürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken einst jagte und wo es selbst Kaiser Barbarossa gefiel, lässt es sich noch heute gut wandern: Der Warndt vor den Toren Völklingens, mit rund 5000 Hektar eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete im Saarland, beiderseits der saarländisch-lothringischen Grenze gelegen, lädt auch „zwischen den Jahren“ zum Spazierengehen und Wandern ein.

Ein gern gewählter Startpunkt ist dabei der zentral gelegene Warndtweiher zwischen Lauterbach, Ludweiler , Überherrn und Friedrichweiler. Er ist gut mit dem Auto erreichbar, allerdings führt – auch sehr zum Leidwesen von Restaurant-Betreiber Patrick Kerner – keine einzige Buslinie zu diesem doch recht bekannten Ausflugsziel.

Auf zahlreichen kleineren und größeren Wegen lässt sich von hier aus der Warndtwald durchstreifen. Spaziergänger und Wanderer kommen dabei ebenso auf ihre Kosten wie Rad- und Montainbike-Fahrer, wenn sie gegenseitig ein wenig Rücksicht aufeinander nehmen.

Der Name Warndt wurde übrigens 999 in einer Schenkungsurkunde von Kaiser Otto III. erstmals schriftlich erwähnt. Als „verwarnter“, für die Untertanen verbotener Wald, war der Warndt seit dem Mittelalter ein herrschaftliches Jagdrevier. Geologisch besteht der Warndt aus Buntsandstein, der von Eisenerzbändern durchzogen wird und auf Steinkohle lagert. Der Steinkohlenbergbau wiederum endete 2005. Seit seinem Ende gibt es auch wieder mehr Wasser im Warndt. Das sorgte jedoch nicht dafür, dass sich der Warndtweiher wieder randvoll füllte. Trotz Rückbaus auf ein Drittel seiner ursprünglichen Größe und umfassender Sanierungsversuche präsentiert sich der einst so stattliche Weiher heute nur noch als besserer Tümpel. Hinter ihm liegt noch ein zweiter, fast gänzlich naturbelassener kleiner See, der insbesondere von der heimischen Tierwelt gerne genutzt wird.

Ein Ausflug zum Warndtweiher lässt sich auch gut mit einem Abstecher zum nicht weit entfernten Ludweiler Wildgehege verbinden. Dam-, Rot- und Schwarzwild begeistert hier immer wieder die Besucher. Vor allem die Kinder freuen sich im Winter über die Frischlinge. Und nach der Rückkehr zum Warndtweiher kann man sich in Kerners Restaurant „Am Warndtweiher“ wieder stärken und das Erlebte bei einem schmackhaften Essen und guten Tropfen noch einmal Revue passieren lassen. Aber Achtung: Montags und dienstags ist hier Ruhetag.  
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