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Zum Start der Freiluft-Saison: Hier können Saarländer sorglos baden

Langfristig wird das Saarland wohl eines seiner europaweit ausgewiesenen Badegewässer verlieren: die Nied. Diese Befürchtung äußert Gesundheitsminister Georg Weisweiler (FDP). Auch in der Blies sollte man nicht schwimmen.

Saarbrücken. Zehn echte Sonnentage braucht es noch bis zum fröstelfreien Badevergnügen in 25-Grad-„warmem“ Wasser. Denn um ein Grad pro Sonnentag steige die Wassertemperatur in den Saar-Gewässern, so die Prognose von Saar-Gesundheitsminister Georg Weisweiler, die er gestern der Landespressekonferenz präsentierte. Derzeit liege die Temperatur des Bostalsees und des Losheimer Stausees bei 15 Grad. Nur diese beiden natürlichen Orte sowie Freibäder empfiehlt der Gesundheitsminister zum Schwimmen. Alle anderen Gewässer solle man meiden, nicht nur die Nied, seit Jahren ein Sorgenkind und mit Badeverbot belegt. Auch alle anderen fließenden Gewässer, etwa Saar und Blies hält Weisweiler für bade-ungeeignet. Stattdessen empfiehlt er zum Start der Freiluftsaison, die am 15. Mai begonnen hat, nachdrücklich den Losheimer Stausee und den Bostalsee als „hervorragende“ Orte, um sich gesundheitsfördernd in freier Natur zu bewegen. Deren „Topqualität“ stellte Weisweiler heraus; sie halte seit Jahren an. Der Grund: Es handelt sich um künstliche Gewässer, in die keine Abwässer fließen. Deshalb weisen die beiden Seen nahezu gar keine Darm-Bakterien auf. Wobei letztere nicht nur durch Abwässer ins Wasser gelangen, sondern unter anderem durch Wasservögel oder Weidevieh verursacht werden. Laut Weisweiler liegen die Verschmutzungs-Werte der beiden Seen sogar weit unter dem europäischen Grenzwert für ausgezeichnete Qualität. Vor rund zehn Tagen sei die Überprüfung erfolgt. Bis zum Ende der Badesaison im Saarland am 31. August würden die Seen mindestens alle vier Wochen untersucht.

Gesundheitsminister warnt vor dem Baden in der Nied

Im Saarland gilt neben Bostalsee und Losheimer Stausee noch die Nied als europäisches Badegewässer. Doch die Nied, immer noch eines der beliebtesten Sommer-Ausflugs-Ziele der Saarländer, sieht Weisweiler nicht nur für dieses Jahr, sondern langfristig verloren - wegen Industrie- und Abwässer-Verschmutzungen. „Alle Bemühungen, auf die französische Seite einzuwirken, weniger Einleitungen in die Vorflüsse der Nied zuzulassen, sind gescheitert“, sagte Weisweiler. Es werde zwar ein Badeprofil erstellt, das die Datenbasis für die Aufwands- und Kosten-Abschätzung einer Sanierung liefern soll: „Ich fürchte jedoch, dass wir die Nied als europäisches Badegewässer abmelden müssen“, so Weisweiler. Derzeit wird auf Grund einer EU-Richtlinie an Badegewässerprofilen gearbeitet. Sie sollen bis 2011 fertig sein und Aufschluss bringen über Gefährdungen der Wasserqualität.

Infos unter :: www.saarland.de/31412.htm. Unter :: badegewaesserverordung@gesundheit.saarland.de können auch Warn-Hinweise gegeben und Vorschläge zur Ausweisung weiterer Badegewässer gemacht werden.
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