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Zunderbaum war das große Thema

Nachrichten aus der Region Homburg.

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Kirkel. Die Entwicklung des Industrieparks Zunderbaum hat auf Kirkeler Seite die nächste Etappe hinter sich gebracht. Gestern beschloss der Gemeinderat die Offenlegung der Entwürfe zur Änderung des Flächennutzungsplans und zur Aufstellung eines Bebauungsplanes.

Die Entscheidung fiel mit 18 Ja-Stimmen bei vier Enthaltungen aus den Reihen von Grünen und Linken. Der Entscheidung war eine längere Diskussion vorangegangen. Diese drehte sich um die verkehrliche Anbindung des früheren Bundeswehrdepots auf Kirkeler Seite. In diesem Zusammenhang stellte Hans-Josef Regneri, Fraktionsvorsitzender der CDU, den Antrag, einen Beschluss des Gemeinderates vom Juni 2010 aufzuheben. Dieser hatte vorgesehen, erst dann eine Anbindung des Zunderbaums über die L 219 zu realisieren, wenn ein Vollausbau des Autobahnanschlusses Homburg mit vier Auf- und Abfahrten und eine Optimierung der Anbindung an die B 423 auf Homburger Seite erfolgt sei. Regneri nannte den damaligen Beschluss einen mit dem Ziel der „Verhinderung“ und forderte mit dessen Aufhebung formale Klärung und ein Eingeständnis der damaligen Entscheider, „einem Fehler gemacht zu haben“. Auch verdeutlichte er seine persönliche Einschätzung, dass die inzwischen vorgesehenene Einschränkung der L 219-Anbindung des Zunderbaums als „Notzufahrt“ (wir berichteten ausführlich) dem täglichen Leben im Betrieb des Industrieparks nicht standhalten würde.

Widerspruch für seinen Antrag und seine Einschätzungen erntete Regneri aus den eigenen Reihen. Stefanie Decker- Bold, CDU-Gemeinderatsmitglied und als Rechtsanwältin auf Kirkeler Seite Rechtsbeistand bei der Entwicklung des Erschließungsvertrages zum Zunderbaum, verwies zu einen darauf, dass eine formale Aufhebung des Beschlusses vom Juni 2010 nicht nötig sei. Zum anderen machte sie deutlich, „dass Kirkel allein die Schlüsselgewalt über die gesperrte Notzufahrt hat. Eine grundsätzliche Öffnung bedarf der Zustimmung des Gemeinderates.“ Peter Voigt, Fraktionsvorsitzender der SPD, sprach mit Blick auf die Entscheidung des Gemeinderates zum Erschließungsvertrag, der später im nichtöffentlichen Teil der Sitzung beraten wurde, von einer Chance, „Fakten zu schaffen. Wenn wir diesen Vertrag beschließen, dann haben wir es alleine in der Hand, was mit der Anbindung des Zunderbaums an die L 219 passiert.“

Martin Baus, Fraktionsvorsitzender der Grünen, wertete im Laufe der Diskussion den aktuellen Stand der Planungen als „einen Zug, der in die richtige Richtung geht“ Aber auch er stellte die Frage, wie lange die Notzufahrt von der L 219 in Richtung Zunderbaum wirklich nur als solche genutzt werden würde und äußerte die Befürchtung, die Zuwegung könnte sich schleichend zur Regelzufahrt entwickeln.

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