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Zwei Familien im Krieg: Prozess seit gestern in Saarbrücken

  Saarbrücken. Mehrere Mitglieder einer kurdischen Familie müssen sich seit gestern vor Gericht verantworten, weil sie sich an einer Massenschlägerei nach einer Gerichtsverhandlung vor zwei Jahren beteiligt haben sollen. Die Männer im Alter zwischen 23 und 53 Jahren sind unter anderem wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und unerlaubten Waffenbesitzes angeklagt. Sieben Angeklagte wollten sich zu den Vorwürfen der Anklage nicht äußern. Ein Mann gab den unerlaubten Waffenbesitz zu und wurde dafür zu sechs Monaten Haft auf Bewährung und 80 Arbeitsstunden verurteilt. Das Verfahren begann unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen. Es gab eine Sicherheitsschleuse und ein Sprengstoffspürhund war zur Stelle.

Einschüchterungsversuche schon im Gerichtssaal

Zu der Massenschlägerei war es nach einer Gerichtsverhandlung am 25. März 2008 gekommen, in der ein Mitglied der Familie wegen einer Straftat zum Nachteil der anderen Familie verurteilt wurde.

Schon im Gerichtssaal sollen Zeugen durch Gesten eingeschüchtert worden sein. Ein Angeklagter sei mit seinem Daumen am Hals entlang gefahren, um deutlich zu machen, was ihnen bei ungenehmer Aussage passieren könne. Beim Landgericht hatte man Probleme vorhergesehen und veranlasst, dass die Familien das Gerichtsgebäude durch verschiedene Ausgänge verlassen. Doch vor dem Gericht waren die Autos geparkt. Bei einem waren die Reifen platt gestochen. Dann kam es zu einer Massenschlägerei über die gesamte Straßenbreite. Etwa 30 Personen sollen beteiligt gewesen sein. Ein Mann wurde zu Boden geschlagen. Einer soll ihm auf die Hand getreten sein. Ein anderer Beteiligter soll mit einem Tischbein auf den Kopf seines Kontrahenten eingeschlagen haben.

Mit Handschellen an Baugerüst

Den Justizbeamten und Polizisten gelang es nur mit Mühe, der Situation Herr zu werden. Ein vorläufig Festgenommener entwand sich dem Polizisten und flüchtete. Um eine Frau aus der Schlägerei zu entfernen, musste sie von einer Justizbeamtin mit Handschellen an ein Baugerüst angekettet werden. Der Prozess wird am Freitag mit den ersten Zeugenvernehmungen fortgesetzt. Insgesamt sind neun Verhandlungstage angesetzt.jht

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