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Zwei Festivals am nächsten Wochenende im Weltkulturerbe

Je jünger, desto besser – das gilt für die Zielgruppe, um die das Weltkulturerbe Völkinger Hütte intensiv buhlt. Deren Generaldirektor Meinrad Maria Grewenig will die „Nintendo-Generation“ erreichen – und macht seit Jahren schon ein „junges“, populäres Programm, das sich nicht mehr nur auf die Ausstellungen beschränkt (Generation Pop, Urban Art, Ferrari ). Denn „die Jugend“ erreicht man besser noch über die Musik oder mit einer Kombination aus Kunst, Musik und allem, was die multimediale Welt sonst noch bietet. Je außergewöhnlicher die „Location“, desto besser zieht sie diese anspruchsvolle Zielgruppe, die lieber im Hinterhof als in der Halle feiert.

Und so ist es konsequent, dass es „an einem der spannendsten Orte der Welt“ (wie der Werbeslogan des Weltkulturerbes verheißt) nun nach dem „Electro Magnetic Festival“ für die Raver nun erstmals auch für die „Generation HipHop“ ein Open-Air-Event gibt. Es passt ideal zur Urban Art Biennale mit internationaler Straßenkunst, die noch bis 1. November läuft. Und es ist ein weiterer Baustein in Grewenigs Vision von einem „Kulturlaboratorium“.

Der Püttlinger Thilo Ziegler, Veranstalter von „Electro Magnetic“ (und Kopf des Festivals „Roco del Schlacko“ in Püttlingen) hat mit seiner Agentur „4 plus 1 Konzerte“ nun auch das HipHop-Open-Air organisiert. Die Festivals finden direkt hintereinander statt, um technische und organisatorische Synergien nutzen zu können.

Ziegler hat einige der bekanntesten deutschsprachigen HipHop-Künstler nach Völklingen geholt. „Genetikk“ – ihr neues Album „Achter Tag“ stand auf Platz eins der deutschen Charts, und noch dazu sind sie ursprünglich aus dem Saarland – ist Headliner. „Die sind als Szene-Act unfassbar bedeutend“, jubelt Ziegler. Die beiden Maskenträger haben ihren deutschlandweiten Tour-Auftakt ins Weltkulturerbe gelegt. Mit „DCVDNS“ stammt ein weiterer Top-Act aus dem Saarland. „Wir zeigen die ganze Bandbreite des deutschen HipHop“, kündigt Ziegler an: Vom Mainstream über Gangsta-Rap (Kollegah, Haftbefehl) bis zu politisch angehauchtem HipHop (Antilopen Gang). Es wird eine Rap-Battle geben, im Vorprogramm treten saarländische Rapper auf, zum Beispiel Drehmoment.

5000 bis 6000 Besucher erwartet Thilo Ziegler zum ersten HipHop-Festival. Zu „Electro Magnetic“ kommen doppelt so viele – es ist fast ausverkauft. Es werden hier zwei völlig unterschiedliche Zielgruppen angesprochen, betont Grewenig. Das Raver-Festival ist mittlerweile gut etabliert, mit „nur“ 10 000 Besuchern ist es eine im bundesweiten Vergleich zwar mittelgroße Veranstaltung, die aber in der Szene offenbar als sehr attraktiv gilt. Das Publikum reist aus ganz Deutschland, auch aus dem Ausland an, weiß der Generaldirektor, der nicht müde wird, den positiven regionalwirtschaftlichen Effekt solcher Großveranstaltungen zu betonen. Die Atmosphäre dieses Festivals sei einzigartig. „Bei uns tanzt man nicht nur vor einer spektakulären Kulisse, sondern man ist mittendrin in der Maschine“, hofft Grewenig. Fünf Bühnen werden bei „Electro Magnetic“ bespielt, es wird spektakuläre Laser-Shows geben sowie einen VIP-Bereich auf dem Dach der Erzhalle, den man gegen Aufpreis dazu buchen kann. Angekündigt sind angesagte DJs aus ganz Deutschland.

 

Zum Thema:

Zum HipHop-Festival am Freitag, 17. Juli, kommen unter anderem: Genetikk, Kollegah, Haftbefehl, SSIO, DCVDNS, Antilopen Gang, Retrogott & Hulk Hodn, Karate Andi.Karten kosten 27 Euro unter www.urbanart-festival.de. Beim Electro-Magnetic-Festival am Samstag, 18. Juli, legen unter anderem auf: Chris Liebing, Dixon, Karotte, Lexy & K-Paul, Mathias Kaden, Matthias Tanzmann, Moonbootica, Robin Schulz und Sascha Braemer. esbKarten kosten 34 Euro unter www.electro-magnetic.de
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