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Zwei Millionen für neuen Platz am Saarcenter

Saar-Center in Saarbrücken

Saar-Center in Saarbrücken

Saarbrücken. Der Platz vor dem Saarcenter soll schöner werden. Darüber waren sich alle Fraktionen kürzlich in der gemeinsamen Sitzung des Bauausschusses und des Bezirksrats Mitte einig. Rabbiner-Rülf-Platz wird er künftig heißen. Doch heftig umstritten war, wie der Lieferverkehr für die Geschäfte in der Bahnhofstraße organisiert werden soll.
Doch der Reihe nach: Zunächst präsentierte die Verwaltung einen Entwurf der Planer. Demnach verschwinden die Taxis von dem Platz und stehen künftig in der Dudweilerstraße. Drei Baumreihen sind vorgesehen. Die Bushaltestelle wird in den Platz integriert. Auch eine öffentliche Toilette ist eingeplant. Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer betonte, dass sich der Entwurf noch verändern könne, weil auf dem Platz ja auch ein Kunstwerk stehen soll. Deshalb werde es einen Künstlerwettbewerb geben. Friedhelm Fiedler (FDP) äußerte daraufhin seine Bedenken. Erstens befürchtete er, dass es zu wenig Platz für die Kunst geben könnte. Dem entgegnete die Dezernentin, dass Eingriffe durch das Kunstwerk natürlich noch möglich sind. Die Planung könne aber nicht mehr komplett verändert werden. Im Herbst werde sich ein Symposion mit dem Kunstwerk beschäftigen, das sich mit der jüdischen Geschichte in Saarbrücken auseinandersetzen soll.



Fiedler glaubt außerdem, dass es wegen des Platzes Probleme mit dem Lieferverkehr für Geschäfte und Gastronomie in der Bahnhofstraße geben könne. Diese Bedenken unterstützte Hermann Hoffmann (CDU). Denn eine Fahrspur falle ja künftig weg.  Er befürchtet, dass die Lkws dann in der zweiten Reihe oder sogar in der Bushaltestelle parken. „Das wird ein Engpass ersten Ranges und ist nicht richtig durchdacht.“ Wandel-Hoefer entgegnete, die Stadt werde eine Ladefläche vor dem Diskonto-Hochhaus einrichten. Außerdem ist auch anfangs der Bushaltestelle ein 15 Meter großer Bereich für den Lieferverkehr reserviert. Für Wandel-Hoefer sind die Falschparker das größere Problem als fehlende Flächen für die Lkw. Die Fraktionen waren trotzdem nicht überzeugt und wollen darüber in einer weiteren Sitzung diskutieren. Dem Entwurf stimmten sie aber zu, damit die Verwaltung einen Förderantrag beim Land stellen kann. Zwei Millionen Euro soll die Umgestaltung kosten. Wandel-Hoefer erklärte nach der Sitzung, die Stadt müsse nur ein Sechstel zahlen, den Rest übernehmen Europäische Union und das Land. Bei der Platzgestaltung sei sie sich mit Kulturdezernent Erik Schrader (FDP) völlig einig. Der Bezirksrat Mitte hatte 2008 entschieden, dass der Platz den Namen des früheren Saarbrücker Rabbiners Friedrich Schlomo Rülf tragen soll.  
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