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Zweibrücken gibt der Suchtberatung eine Chance



Zweibrücken. Die Suchtberatung des Diakonisches Werkes ist "wertvoll, sinnvoll und erhaltenswert", sagt Bürgermeister Rolf Franzen (CDU). Deshalb nehme die Stadt auch das Gesprächsangebot der Diakonie an, um über die Zukunft der Suchtberatungsstelle zu reden. Aus finanziellen Gründen denkt die Diakonie über eine Schließung nach. "Noch ist aber nichts entschieden", sagt die Sprecherin des Diakonischen Werkes, Sabine Jung.

Vorher würden noch Gespräche geführt mit anderen Trägern, der Stadt oder Zuschussgebern. Dabei soll erkundet werden, welche Möglichkeiten es gibt, das Angebot beizubehalten. Eines sei dennoch klar: "Die Diakonie muss sparen."

Die Notwendigkeit der Stelle verdeutlichen die Zahlen. So suchten nach Auskunft von Paul Schmidt von der Suchtberatungsstelle der Diakonie im vergangenen Jahr 232 Menschen die Stelle auf. Im Jahr 2010 waren es 244. "Wir haben eine Verantwortung gegenüber den Menschen", betont Schmidt. "Die Menschen brauchen einen verlässlichen Ansprechpartner." Schmidt unterstützt dazu noch die Arbeit von Ehrenamtlichen in vier Selbsthilfegruppen. An dem System würde sich nichts ändern. Allerdings sei es aber fraglich, ob Abhängige den Weg in die Gruppen finden, wenn es keinen Berater gibt.

Die Stelle von Paul Schmidt wird von der Stadt "deutlich" unterstützt, bestätigt Sabine Jung. Im Haushalt stehen dafür 30 000 Euro. Zudem kommen noch 40 Prozent vom Land. Der Bürgermeister Franzen wollte davon noch nicht ableiten, ob die Stadt die Stelle komplett übernimmt. Auch die Diakonie-Sprecherin wollte den Gesprächen nicht vorgreifen. In der Suchtberatungsstelle der Stadt sind drei Mitarbeiter beschäftigt, die auch in der Prävention tätig sind.

Jung betont, dass sich das Diakonische Werk mit seinem Gesamtangebot nicht aus der Fläche zurückziehen werde. Deshalb denke man über einzelne Bereiche nach. In Zweibrücken über die Suchtberatung. Die Sozial- und Lebensberatung, die Menschen in wirtschaftlichen und sozialen Schwierigkeiten hilft, sowie die Schwangerenberatung bleibe bestehen. In den Bereichen sind an der Wallstraße drei Sozialarbeiter beschäftigt. Zwei bei der Suchberatung. Die könnten 2014 wegfallen.

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