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Zweibrücker Händler haben keine Angst vor Alphatecc

Alphatecc verlässt den Standort im Blitz-Einkaufszentrum in Einöd.

Alphatecc verlässt den Standort im Blitz-Einkaufszentrum in Einöd.

Zweibrücken. Die Aussicht, dass Alphatecc Mieter im neu gestalteten City-Outlet werden könnte, sorgt bei der Zweibrücker Konkurrenz eher für Optimismus als Fracksausen. Hintergrund: Der Elektronikmarkt zieht spätestens August 2014 aus dem Blitz-Zentrum in Einöd aus, Homburg und Zweibrücken buhlen um das Geschäft. Oberbürgermeister Kurt Pirmann sähe Alphatecc gerne im neu gestalteten City-Outlet (wir berichteten). Einer, der dann nur einen Steinwurf vom Alphatecc entfernt läge, ist Karl- Heinz Quoiffy mit seinem Laden am Schlossplatz. Er räumt auf Anfrage ein, dass er die Alphatecc- Konkurrenz „sicher bemerken würde“, aber keine Angst hat.

„Das brächte bestimmt Leute nach Zweibrücken“, hofft er und betont im nächsten Atemzug, wo er beim Elektronikgroßmarkt Defizite sieht, die er ausnutzen könnte: „Die machen vom Kundendienst her nichts und haben Schweinepreise.“ Aus seiner Erfahrung würden von zehn Leuten drei Wert auf Service legen, mit dem er punkten könne. „Wir bieten den Service für nichts, geben Erklärungen im Laden, verlängern Garantiezeiten“, führt Quoiffy aus. Gerade jüngere Leute würden dem allerdings keinen so großen Stellenwert mehr beimessen. Quoiffys Kundenkartei zähle 2500 Personen, die man regelmäßig anschreibe.

Auch Ralf Lelle, Inhaber von EP Schwarz in der Alten Ixheimerstraße, hält ein City-Outlet mit Alphatecc für keine Riesenbedrohung. Dass dieser Mitbewerber „erstmal Unruhe erzeugen würde“, sei klar. Doch: „Den Markt gibt’s in Einöd ja schon lange. Wer die ganze Zeit dahin gefahren ist, wird das auch weiter tun. Das können wir nicht verhindern“, so Lelle. Im Gegenteil sei es für sein Geschäft ein Vorteil, wenn er nun näher an Alphatecc rücken würde. „Dann gehen die Leute um die Ecke und vergleichen.“

Hier betont er wie Quoiffy das Plus durch den Service, den nur der Einzelhandel bieten könne: flexibel und schnell in der Umsetzung, wie es ein Markt mit größerer Fläche vermissen lasse. „Wir haben eine eigene Werkstatt und reparieren defekte Geräte direkt, müssen sie nicht einschicken“, erläutert Lelle, der in Alphatecc auch einen Publikumsmagneten sieht. Ebenso wie Werbegemeinschafts- Chef Mario Facco: „Wir haben alle den Mund aufgerissen wegen des City- Outlets. Jetzt passiert da offensichtlich was. Das ist super!“

Der Umzug von Alphatecc vom Stadtrand weg würde die Innenstadt und den Einzelhandel hier bereichern, ist Facco optimistisch. Auch er zeigt sich sicher, dass die Einzelhändler-Konkurrenz dem Markt in Sachen Service überlegen wäre. „Und wenn die Kunden dann vergleichen, werden sie auch sehen, dass Alphatecc nicht so günstig ist, wie es immer kommuniziert wird. Da würde sich der Markt anstrengen müssen, um die Preise zu halten“, findet der Werbegemeinschaftschef.
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