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Zweibrücker Handballer mit Bus schwer verunglückt

Zweibrücken. Für die Handballer des SV 64 Zweibrücken, sollte es am Samstag die Fahrt zum Punktspiel nach Herrenberg sein. Doch durch einen schweren Verkehrsunfall auf der B10 zwischen Hinterweidenthal und Münchweiler rückte der Sport für die „Zweibrücker Löwen“ völlig in den Hintergrund. Der mit 30 Spielern, Fans und Angehörigen besetzte Mannschaftsbus aus der Rosenstadt stieß gegen 16 Uhr auf dem Wallmersbach genannten Teilstück mit einem Kleintransporter zusammen. Dessen Fahrer wurde durch den Aufprall sofort getötet. Der Zweibrücker Busfahrer war hinter dem Steuer eingeklemmt.

Von der Feuerwehr musste der Mann aus den Trümmern herausgeschnitten werden. Mit einem Rettungshubschrauber wurde er in die Unfallklinik nach Ludwigshafen geflogen. Wie die Polizei mitteilte, hat der Busfahrer durch seine geistesgegenwärtige Reaktion schlimmeres für die Insassen verhindert. Auf der geraden Strecke habe er bemerkt, dass das entgegenkommende Fahrzeug immer weiter auf die Gegenfahrbahn abdriftete, und nach einer Vollbremsung den Bus nach rechts in die Leitplanken gelenkt. Einen frontalen Zusammenstoß habe er dadurch vermieden. Die Fahrerkabine des Reisebusses wurde durch den seitlichen Aufprall aber schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Tödliche Folgen hatte der Unfall für den Lenker des Kleintransporters, der für einen Apothekendienst aus dem saarländischen Saarlouis unterwegs war. Der 28-Jährige verstarb in seinem demolierten Fahrzeug am Unfallort. Die Businsassen des SV 64 Zweibrücken wurden von der Feuerwehr nach Münchweiler gebracht und dort von Sanitätern und Seelsorgern betreut. Mit einem Ersatzbus ging es zurück nach Zweibrücken. Das Spiel, das am Samstagabend stattfinden sollte, wurde abgesagt. Schwerwiegende Verletzungen habe es unter den Businsassen keine gegeben, hieß es am Sonntag von der Polizei. Auch für den Busfahrer gaben die Einsatzkräfte gestern Entwarnung: Seine Beinverletzungen hätten sich als nicht so schwerwiegend wie zunächst befürchtet herausgestellt. Er habe Prellungen und Abschürfungen davongetragen.

Folgen hatte der Unfall auch für den Verkehr auf der B10. Bis am Sonntagmorgen war die Strecke ab den Ausfahrten Ruppertsweiler und Salzwoog gesperrt und eine Umleitung über diese Ortschaften eingerichtet. Die Räumungsarbeiten dauerten während der Nacht an. Wie die Polizei mitteilte bereitete vor allem der Abtransport des Reisebusses, der auf einen Tieflader verladen werden musste, Probleme. Das Technische Hilfswerk half mit schwerem Gerät. Zudem liefen an der Unfallstelle 400 Liter Diesel aus, die von der Straßenmeisterei beseitigt werden mussten. Den entstandenen Sachschaden bezifferte die Pirmasenser Polizei auf über 150 000 Euro. Nach PZ-Informationen hat eine Autofahrerin, die hinter dem Zweibrücker Bus herfuhr, die Vorgänge beobachtet. Zur Rekonstruktion des Unfallhergangs wurde ein Gutachter gerufen.

Zur Erstversorgung waren die Feuerwehren aus Rodalben, Münchweiler, Hauenstein, Hinterweidenthal und Dahn vor Ort. Mehrere Krankenwagen und Notärzte aus den umliegenden Städten und Gemeinden leisteten Hilfe. Auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rodalben Werner Becker war zum Unfallort gekommen um sich einen Überblick zur Lage zu verschaffen. (est / Erik Stegner)

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