L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Priorität: Dringend

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Zweibrückerin Dina Wacker ist erste Miss Plus Size in Deutschland

„Üppige Frauen sind auch tolle Frauen und brauchen sich nicht zu verstecken“, sagt Dina Wacker mit Nachdruck. Für Deutschlands erste Miss Plus Size, also die schönste Frau mit Übergröße, ist es wichtig, dass man sich in seinem eigenen Körper wohlfühlt. „Dann strahlt man das auch aus.“ Als absoluter Neuling im Schönheitsgeschäft setzte sich die 35-jährige Zweibrückerin im September gegen neun weitere, zum Teil erfahrene Finalistinnen durch.

Wacker findet es wichtig, dass seit diesem Jahr der Titel der Miss Plus Size in Deutschland verliehen wird. „Manche Frauen mit Übergröße trauen sich vielleicht nicht, sich zu zeigen und haben Komplexe, weil sie in den Medien oft nur sehr dünne Frauen sehen“, sagt sie. „Übergröße fängt im Prinzip bei Größe 40/42 an, obwohl das eigentlich die Standardgröße von Millionen von Frauen ist. Ich hoffe, dass viele Frauen die Wahl positiv wahrnehmen.“

Mit Modeln hatte Wacker „bisher noch nie etwas am Hut“. Sie ist Krankenschwester. „Das Laufen habe ich zu Hause aber schon ein bisschen geübt, nachdem ich erfahren habe, dass ich im Finale bin“, gibt sie schmunzelnd zu. „Man möchte sich ja nicht komplett blamieren.“ Groß war die Aufregung, als sie im Hamburger Mozartsaal vor dreihundert Besuchern und einer prominenten Jury über den Laufsteg stolzierte. „Für mich war das eine absolute Premiere. Ich habe so etwas noch nie gemacht, während andere Finalistinnen bereits richtige Modellverträge haben.“ Zunächst sei sie sehr nervös gewesen. „Doch dann habe ich mir gesagt, dass die ganze Veranstaltung eine tolle Erfahrung ist, die ich einfach genießen darf.“ Das fiel wohl auch der Jury auf. Für sie war Wackers Ausstrahlung das entscheidende Kriterium für den Sieg.

Eigentlich hatte Wacker nie beabsichtigt, an einem Schönheitswettbewerb teilzunehmen. „Mein Mann hat mich dazu überredet, ein Foto einzuschicken“, sagt sie. Über tausend Einsendungen waren beim Ausrichter eingegangen. Per Online-Abstimmung wurde sie dann aus 75 verbleibenden Kandidatinnen als eine der zehn Finalistinnen ausgewählt. Dass sie neben dem Titel keinen eigentlichen Preis erhält, ist für die junge Mutter nebensächlich: „Ich sehe das sportlich.“ Gerade wird eine professionelle Setkarte für sie erstellt und es laufen Verhandlungen über eventuelle Engagements. „Wenn sich etwas ergibt, ist das toll. Wenn nicht, ist das auch okay. Ich bin schließlich voll berufstätig und mag meine Arbeit sehr gerne.“

Familie und Freunde hätten durchweg anerkennend auf ihre Teilnahme an der Miss-Wahl reagiert und sie unterstützt. „Meine Mutter, mein Bruder und ein paar Freunde sind sogar extra zum Finale nach Hamburg gereist und haben mich überrascht.“ Wackers größter Fan ist allerdings ihr fünfjähriger Sohn Tim. „Der Kleine ist ein Fußballnarr, und als ich ihm sagte, dass ich es ins Finale geschafft habe, wollte er wissen, ob ich nun gegen Bayern München antrete“, erzählt sie lachend.  
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